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DAVID GARRETT скрипач-виртуоз

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"Der Teufelsgeiger"/ материал по фильму/ только для админов

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David Garrett über die Authentizität der Musik im Film DER TEUFELSGEIGER

Дэвид Гэрретт об аутентичности музыки в фильме "Дьявольский скрипач"

http://www.news.de/video/850700501/davi … elsgeiger/

http://s4.uploads.ru/t/7l1UY.jpg

Дэвид Гэрретт о своих источниках для работы над ролью

http://www.news.de/video/850700559/davi … -paganini/

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Paganini in Love

http://www.radiokoeln.de/koeln/rk/13978 … tem=279721

http://www.weser-kurier.de/cms_media/module_img/2043/1021762_1_teasersmallnocrop_526891ed228eb.jpg

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Von Wilfried Geldner
Niccolò Paganini (1782 bis 1840) betörte als so genannter "Teufelsgeiger" die Massen. Crossover-Spezialist David Garrett zieht im Film zum großen Vorbild spielerische Parallelen.

Selten war ein Filmplakat so stimmig wie dieses: Mit verträumtem, leicht verhangenem Blick streicht David Garrett seine Geige, und die Unterzeile behauptet: "David Garrett ist Niccolò Paganini". Naja - er ist es nicht, er spielt ihn bloß. Schwer genug, denn der berühmte Paganini muss ein grandioser Geiger gewesen sein und ein hervorragender Komponist. Aber sein Genie wurde bereits im Lauf seines Lebens von Legenden und Mythen überlagert. Es wurden ihm nicht nur zahlreiche Frauengeschichten untergeschoben, sondern gar Morde, deretwegen er im Gefängnis gesessen haben soll. Zudem sollte er mit dem Satan im Bunde gestanden haben. Wenn sich der 33-jährige Klassik- und Crossover-Spezialist David Garrett jetzt mit Paganini gleichsetzt, findet er allerdings andere Begründungen - er sieht den Virtuosen aus dem 19. Jahrhundert als Bruder im Geiste, aber eben auch als Geiger vom anderen Stern. Ganz so wie sich selbst. Herausgekommen ist mit dem Biopic "Der Teufelsgeiger" ein Künstlerdrama, das vor Klischees nur so strotzt. Frauengeschichten, Spielsucht, Liebe, künstlerischer Erfolg.

Garrett selbst und seine Produzenten sahen die Parallele, mag sie auch noch so sehr an den Haaren herbeigezogen sein: Da wurde ein Kind damals wie heute, 200 Jahre danach, von früh morgens bis abends spät zum Geigenspiel getrieben. Dann schaffte es sich als Erwachsener eine derart große Popularität, dass es auch jene Massen - besonders weiblichen Geschlechts - in die Konzerte zog, für die das Violinspiel sonst ein Gräuel war.

Frauen sollen bei Paganinis Geigenspiel ja hingeschmolzen und gar zu hunderten ohnmächtig geworden sein. Ein Vorläufer heutiger Rockstars, sozusagen. Im Film bringt es Veronica Ferres, die hier eine Londoner Opernsängerin und Geliebte eines Impresarios spielt, zweifellos auf den Punkt: "Er kann ganze Concerti alleine auf der G-Saite spielen!", berichtet sie ihrem Mann. Irgendwie ist da wohl auch der G-Punkt gemeint. Dem Gemahl droht sie im Schlafgemach denn auch: "Wegen ihm könnte ich dich verlassen!"

Dem Teufelsgeiger sind da bereits die unglaublichsten Legenden vorausgeeilt, die Sängerin hat es in der Zeitung gelesen. So empfiehlt sie, den Berühmten nach London zu holen - koste es, was es wolle. Und was es kostet: Schließlich hat Paganini, zumindest im Film, mit seinem Manager (Jared Harris) eine Art Teufelspakt geschlossen - Ruhm und Reichtum gegen absolute Treue. Nicht nur, dass der Impresario bald Hab und Gut verpfänden muss - Paganini findet auch an seiner Tochter Gefallen, es grüßt Goethes Gretchen.

Ein Schuft aber, der dabei Schlechtes denkt: Niccolo verliebt sich wirklich unsterblich in die schöne Maid (Andrea Deck), er bringt mit ihr, auf seiner Geige spielend, wunderbare Arien zu Gehör. Garrett ist hier also hier kein erotischer Gierhals wie noch Kinskis in seinem "Paganini" von 1989. Garretts Image als Mamas Bester gerät also nicht in Gefahr, auch wenn es mancherlei Bettszenen gibt und der Film damit als TV-Weihnachtsmehrteiler stark gefährdet sein könnte.

Das Gefühl, dass die tüchtigen Kostüm- und Bühnenbildner von der Bavaria und vom ORF beim historischen Bilderbogen trotz Zehn-Millionen-Etats immer wieder an ihre Grenzen stießen, wird man als Zuschauer nie so richtig los. Alleine die protestierenden Suffragetten im Londoner Nebel sind als Einfall ganz nett. Hier kommt zum Vorschein, was vielleicht Paganinis Tragödie war: dass der Künstler hinter dem falschen Mythos verschwand. Und, ach schade - auch der Genius Paganinis wird nie so richtig greifbar und wahr. Die Künstler-Parallele Garrett - Paganini: geschenkt. Da mag der Star noch so sehr verhangenen Blicks in die Leere schauen. Mit dem Crossover von Konzert und Film ist Garrett vorhersehbar in einer Sackgasse gelandet. Oder sollte es ein einziger großer PR-Gag sein?

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Дэвид Гэрретт - дьявольский скрипач

David Garrett als „Teufelsgeiger“

http://www.mittelbayerische.de/nachrich … eiger.html

http://img.mittelbayerische.de/bdb/2142400/2142496/300x.jpg

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Einer der berühmtesten Geiger unserer Zeit spielt den größten aller Zeiten. David Garrett stellt Paganini dar. Doch er ist nun mal kein Schauspieler.

VON BRITTA SCHULTEJANS, DPA

MÜNCHEN. David Garrett ist ein Superstar, keine Frage. Er schafft das Kunststück, klassische CDs an ein Publikum zu verkaufen, das sich für Klassik bis dato eigentlich nicht sonderlich interessiert hat – einfach weil er die Musik mit seinen Crossover-Versionen völlig anders rüberbringt und dazu auch noch ziemlich gut aussieht. Der 33-Jährige ist inzwischen wohl einer der berühmtesten Geiger unserer Zeit. Und was läge da näher, als Parallelen zu ziehen zu dem vielleicht größten Violinen-Virtuosen aller Zeiten, dem Italiener Niccolò Paganini (1782-1840).

Genau das tut Regisseur Bernard Rose in seinem Film „Der Teufelsgeiger“ über eben jenen Paganini, der am 31. Oktober in die deutschen Kinos kommt. Der Film wurde unter anderem 2012 in Regensburg gedreht. Rose hat die Hauptrolle mit Garrett besetzt. Rose inszeniert die Geschichte, bei der er sich nicht sklavisch an die Historie hält, als Aufstieg- und Fall-Geschichte eines frühen Rockstars – mit ganz vielen Anleihen beim guten alten Goethe. Denn Paganini, dem man zu Lebzeiten wegen seiner Fingerfertigkeit auf der Geige einen Pakt mit dem Teufel nachsagte, geht im Film eben diesen ein.

Groupies der ersten Stunde

Im Streben um den größtmöglichen Erfolg begibt er sich in die Obhut des diabolischen Urbani (Jared Harris) und wird zum Star, um den sich nicht nur die Musikexperten, sondern auch die Groupies der ersten Stunde reißen. Frauen aller Altersklassen liegen ihm zu Füßen – darunter auch die alternde Sängerin Elisabeth Wells (Veronica Ferres), deren Geliebter John Watson (Christian McKay) Paganini nach London holt und sich dafür hoch verschuldet.

Paganini hat mit seinem ausschweifenden Lebensstil – Verschwendung von Geld und Frauen inklusive – allerdings bereits Schlagzeilen gemacht und damit Moralapostel auf den Plan gerufen. Diese Schlagzeilen sind es auch, die Watsons Tochter, die junge und moralisch bis dato unangreifbare Charlotte (Andrea Deck) auf Abstand zu Paganini gehen lassen, zumindest zunächst.

Es kommt aber, wie es kommen muss: Paganini verliebt sich in die junge, schöne Frau, obwohl (oder wahrscheinlich weil) sie nicht so verrucht ist wie seine bisherigen Bekanntschaften und ihm auch nicht gleich wehrlos zu Füßen liegt. Sie ist das Gretchen in dieser faustischen Geschichte und kann sich irgendwann auch nicht mehr wehren gegen den Charme des Star-Geigers. Rose setzt Garrett dabei gekonnt in Szene – laszive Bad- und Bettszenen für das weibliche Publikum inklusive.

Anstrengend monotone Stimme

Das Problem: Garrett ist ein guter Musiker, aber eben kein Schauspieler. Schauspielunterricht hat er auf Anraten Roses nicht genommen, um sich seine Natürlichkeit im Spiel nicht kaputt machen zu lassen. „Das Skript ist auch sehr angelehnt an das, was ich in meinem Leben erlebt habe“, sagte Garrett beim Filmdreh in den Bavaria Studios in München. „Insofern fühlt sich alles sehr natürlich an.“

Gerade im Vergleich zu dem ansonsten ziemlich starken Schauspiel-Ensemble – allen voran Harris und Deck – muss seine Leistung aber zwangsläufig abfallen. Gestik und Mimik sind überschaubar, die Stimme ist anstrengend monoton. Garrett verleiht dem für Rose („Mr. Nice“, „Boxing Day“) ungewöhnlich pathetischen und kitschigen Film damit eine zusätzliche Schwerfälligkeit. Tempo nimmt der „Teufelsgeiger“ nur auf, wenn Garrett das tut, was er wirklich gut kann: geigen wie der Teufel.

Pünktlich zum Film bringt Garrett dann auch eine neue CD auf den Markt – „Garrett vs. Paganini“ heißt das Album. Und weil die Filmmusik mit den Werken Paganinis wirklich mehr als hörenswert ist, lohnt der Kauf der CD vielleicht mehr als ein Kinobesuch.

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Репортаж о предпремьере в Мюнхене 24.10.2013

http://www.tz-online.de/aktuelles/stars … cmp=defrss

http://www.tz-online.de/bilder/2013/10/24/3184602/2147217878-david-garrett-4z4InBES09.jpg

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München - Er spielt göttlich und geht doch einen verhängnisvollen Pakt mit dem Bösen ein: David Garrett ist "Der Teufelsgeiger". So war die Weltpremiere seines Films am Donnerstag in München.

In der Rolle des legendären Niccolò Paganini (1782-1840) fidelt er jetzt auch auf der Kinoleinwand. Zur Weltpremiere in München am Donnerstagabend im Mathäser-Kino brachte Garrett vor allem eines mit: seinen jungenhaften Charme. Lässig in schwarzen Lederhosen, unrasiert und mit seinen Markenzeichen, den offenen Stiefeln, ist er einfach hinreißend. Den roten Teppich bespielt er so lässig wie sonst seine Konzerthallen, gibt Autogramme, posiert für Handyfotos. Gefällt er sich auf der Leinwand? „Ich kann mich nicht mehr beurteilen“, gestand er der tz. „Ich habe den Film bestimmt 200 Mal gesehen, denn ich habe ja auch die Musik dazu komponiert.“

Die Besetzung Garrett für Paganini drängte sich förmlich auf: Beides seien sie Wunderkinder gewesen, so Garrett. Mir vier Jahren fing er an, Geige zu spielen, mit 13 hatte er seinen ersten Exklusiv-Vertrag, seitdem füllt er Hallen. Bei Paganini sollen die Zuhörer scharenweise in Ohnmacht gefallen sein. Faszinierend sind vor allem die Filmszenen, in denen Garrett als Paganini sich die Seele aus dem Leib spielt. „Ich wollte, dass die Musik Paganinis grandios rüberkommt. Der Geigenpart ist unglaublich faszinierend, er ist perfekt.“

Mehr Kopfzerbrechen als das Geigespielen machte Garrett das Schauspielern. „Ich habe das ja nicht gelernt. Und schon bei der ersten Dialogszene habe ich echt geschluckt. Um eine gewisse Sicherheit zu haben, habe ich ein paar Stunden Schauspielunterricht genommen.“ Trotzdem: „Es bleibt der einzige und letzte Ausflug in die Schauspielerei!“

Bei der Weltpremiere ebenfalls dabei: Veronica Ferres (sie ist die Stiefmutter von Charlotte) und die bezaubernde Andrea Deck (als Charlotte, Paganinis große Liebe) beide schwärmen von ihrem Kollegen. „David ist wahnsinnig sexy. Er hat vor drei Jahren auf meinem Geburtstag für mich gespielt — das war sehr, sehr schön! Und ich finde er hat ein schauspielerisches Talent“, meint Veronica Ferres. Andrea Deck kann ihrer Kollegin da nur zustimmen „Er ist super-sexy, allein die ganzen Fans hier ... Wahnsinn!“ Dennoch, ist sie sicher „Wenn er kein Talent hätte, würde das auch nichts nützen. Aber er ist großartig!“ Nur Jared Harris war verhindert und Hollywood-Star Joely Richardson fehlte – sie dreht schon wieder den nächsten Blockbuster.

Maria Zsolnay

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Abendschau

Репортаж на ТВ Баварии...

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches- … i-100.html

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Ich bin ein Lebemensch

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München - David Garrett ist ein Super-Star der Musik - und jetzt will er auch auf der Leinwand sein Glück versuchen. In dem Film „Der Teufelsgeiger“ spielt er den Geigenvirtuosen Paganini. Es soll ein einmaliger Ausflug ins Schauspielfach bleiben.

David Garrett hat das Kunststück geschafft, Menschen für klassische Musik zu begeistern, die damit eigentlich nicht viel anzufangen wissen. Damit wurde er zum Superstar. Jetzt wechselt er das Fach und geht unter die Schauspieler. Für den Film „Der Teufelsgeiger“ hat er nicht nur die Musik arrangiert, er spielt auch die Hauptrolle des Geigenvirtuosen Paganini - einen Musiker der den Erfolg will um jeden Preis. Im Interview in München spricht Garrett über seinen neuen Job und die Bedeutung von Erfolg.

Sind Sie zufrieden mit dem Film?

Garrett: Mit der Produktion ja sehr, absolut. Aber das ist auf die Produktion bezogen und nicht auf mich. Da steht mir kein Urteil zu.

Zwischen Ihnen und Paganini gibt es einige Gemeinsamkeiten - was unterscheidet Sie denn?

Garrett: Ich würde mal sagen, die Persönlichkeit ist eine ganz andere. Ich bin wirklich ein Lebemensch, jemand, der positiv an viele Sachen geht. Wir haben die Figur etwas dunkler dargestellt, was auch aus der Figur und dem geschichtlichen Zusammenhang kommt. Und ich bin dann jemand, der die Sonne mehr mag als das Dunkle. Ich bin jemand, der sicherlich auch tough sein kann, aber ich bin harmoniesüchtig. Ich würde nie jemandem vor den Karren fahren, nur weil ich irgendwie Bock drauf habe. Abends muss bei mir Harmonie sein, ich kann mich nicht streiten.

Was ist Ihnen an der Schauspielerei besonders schwer gefallen?

Garrett: Ich kann mich ganz gut reinversetzen in Situationen - auch weil ich in meinem Leben sehr viel mitgemacht habe. Ich hatte von Anfang an die Möglichkeit, am Drehbuch mitzuschreiben und da sind dann auch eigene Erfahrungen szenisch eingebunden. Wenn die Szene dann gedreht wurde, habe ich mich direkt in die Zeit zurückversetzt, in der eine gewisse Geschichte auch bei mir passiert ist. Das einzig wirklich Schwierige war die erste Szene, in der ich einen Dialog hatte mit einer anderen Person, die auch keine professionelle Schauspielerin war. Wir haben uns gegenseitig nicht gut getan.

Welche Szenen waren das, in die Sie eigene Erfahrungen einbringen konnten?

Garrett: Ach, ganz ganz viele. 80, 85 Prozent des Films sind Sachen, die ich so auch erlebt habe.

Kreischende Groupies vor dem Konzert, zum Beispiel?

Garrett: Ja, nicht nur das. Wenn Du Dich streitest in der Bar oder wenn Du eine Situation hast, die unangenehm ist, wenn Du ein Mädel verletzt - das sind alles Situationen, mit denen man Stücke seines eigenen Lebens verbindet.

Paganini will im Film Erfolg um jeden Preis. Gab es das bei Ihnen auch?

Garrett: Ich glaube, ich war da ein bisschen lockerer. Ich war sicher irgendwann auch mal ambitionierter als ich das jetzt bin. Man sollte schon geradeaus gucken und ein Ziel vor Augen haben, aber man sollte auch rechts und links nicht vergessen. Ich habe jetzt nicht für den Erfolg mein letztes Hemd gegeben, ganz im Gegenteil. Ich habe Erfolg immer so definiert: Mach das, was Dir Spaß macht und das, was Du gut kannst. Das ist der größte Erfolg für einen selber. Der andere Erfolg hat eh keine Wertigkeit auf lange Sicht. Du kannst das meiste Geld der Welt haben - wenn Du Dich selbst im Spiegel nicht anschauen kannst, bist Du unglücklicher, als wenn Du das nicht hättest.

Soll es das eigentlich gewesen sein mit der Schauspielerei?

Garrett: Ja! Once in a lifetime.

http://www.merkur-online.de/aktuelles/b … 84810.html

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Meister aller Klasse

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David Garrett wechselt mühelos zwischen Klassik und Pop. Nun beweist der viel geliebte, aber auch viel geschmähte Geigenvirtuose schauspielerisches Talent: In »Der Teufelsgeiger« spielt er Niccolò Paganini – eine Rolle, die ihm wie auf den Leib geschneidert ist.

Der ist ja lässig. Schön souverän, leicht überheblich zwar, aber mit Charme. Freundliches Grinsen, warmherziger Blick aus braunen Augen – ein guter Typ. Aber Achtung: Persönliche Fragen sind tabu. Das muss man vorher unterschreiben, wenn man mit ihm sprechen will. Andererseits: Früher hat er sehr offen darüber gesprochen, über den Drill der frühen Jahre, den Leistungsdruck als »Wunderkind« – und wie er beinahe daran zerbrochen ist. Jetzt sieht er das anders, mag nicht mehr darüber reden. Okay, reden wir also über Paganini, den Teufelsgeiger. Und stellen fest, dass wir dabei eine ganze Menge über David Garrett erfahren. Der Film »Der Teufelsgeiger« kommt demnächst ins Kino, mit David Garrett in der Hauptrolle als Niccolò Paganini. Und, nein, er vergeigt es nicht.

»Der Teufelsgeiger« ist Ihr Debüt als Schauspieler. Haben Sie Unterricht genommen?

Ja. Habe ich. Von Regisseur Bernard Rose hatte ich zwar die Anweisung, genau das nicht zu tun. Allerdings bin ich jemand, der an gute Vorbereitung glaubt. Also habe ich mich vor dem Film in New York noch mal mit jemandem zusammengesetzt.

Hat offenbar gut funktioniert. Wobei Ihnen die Rolle wie auf den Leib geschneidert ist. Welche Parallelen gibt es zwischen Ihnen und Paganini?

Wir spielen das gleiche Instrument, haben also schon mal grundsätzlich denselben Werdegang. Wir haben beide relativ früh angefangen zu spielen, waren sehr früh gut. Die ganze … ich will jetzt nicht sagen Tragik, aber dieses sehr frühe Diszipliniertsein, sehr früh Situationen gegenüberzustehen, die schwierig sind, die sehr viel Druck ausüben – die kann jeder Geiger, jeder Musiker nachvollziehen. Von daher gab es schon mal eine emotionale Basis, die sehr einfach mit der Figur in Einklang zu bringen war.

Paganini hatte also auch so einen strengen Vater.

Richtig. Es gibt bei erfolgreichen Leuten immer jemanden im Hintergrund, der forciert. Das war bei mir genauso. Ich hätte keine andere Figur spielen wollen, denn keine andere ist mir so vertraut.

Sie haben ja dieses Filmprojekt selbst initiiert.

Stimmt, das war meine Idee. Ich habe mit dem Regisseur monatelang daran gearbeitet. Das ganze Konzept ist sehr nahe an dem, was ich auch tatsächlich erlebt habe – das erleichtert mir die Arbeit des Schauspielers.

50 Prozent Geige spielen, 40 Prozent mit schönen Frauen ins Bett gehen, 10 Prozent für den Rest …

Das ist allerdings etwas übertrieben. Die Figur lebt von der Virtuosität. Und die ist bei der Geige, im Gegensatz zum Klavier, eine sehr visuelle Sache. Deswegen spiele ich sie auch selbst. Ich glaube, wenn jemand nicht selber Geige spielt auf diesem Niveau – und das können nur ganz wenige – dann wirkt so ein Film nicht.

Warum, glauben Sie, wurde Paganini überhaupt als Teufelsgeiger bezeichnet?

Es war Anfang des 19. Jahrhunderts, der Beginn der Romantik – und er war einfach so ungewöhnlich, so spektakulär. Er hatte eine düstere, geheimnisvolle Aura, trug stets schwarze Kleidung, da lag der Vergleich natürlich ziemlich nahe. Ich glaube, er hat sich bewusst so vermarktet.

Erstaunlich, dass es damals schon so etwas wie Selbstvermarktung gab.

Ja. Und Paganini war der Erste, der sich als Virtuose inszeniert hat. Der Erste, der die Geige als solistisches Instrument eingesetzt hat. Der erste berühmte Instrumentalist. Davor waren die Berühmtheiten Sänger. Er ist für jeden Geiger die Messlatte an Virtuosität. Ich will nicht sagen, dass es die erhabenste Musik ist, aber wenn es ums Geigerische geht, dann geht da nichts drüber. Er war so bekannt wie Napoleon. Alle sind damals in seine Konzerte gerannt.

Er war also eine Art Popstar?

Nicht ein Popstar – er war der Popstar. Auch jeder Musiker wollte sich das anhören. Franz Liszt hat sich genauso angezogen, trug die langen Haare …

Apropos Popstar – neben den Klassiktourneen gehen Sie auch immer wieder auf Crossover-Tour. Was finden Sie daran gut, Rock, Pop und Heavy Metal auf der Geige zu spielen?

Bei Stücken außerhalb der Klassik gibt es unglaublich viele Freiheiten: Du kannst mit dem Instrument experimentieren, du kannst neue Techniken entwickeln, nach etwas suchen, das noch nicht da gewesen ist. Das ist eine sehr spannende Sache. Eine Ablenkung von der Klassik, die ja sehr im Rahmen eines Werkes ist. Da kannst du nicht einfach über die Stränge schlagen, es ist etwas Vorgegebenes, und du hältst dich daran. Du bist praktisch Interpret ganz, ganz großer Musik. Kreative Freiheit hast du, wenn du selbst Musik schreibst und wenn du Sachen arrangierst, die außerhalb der Klassik sind.

Sie füllen bei Crossover-Konzerten riesige Hallen, mit den unterschiedlichsten Zuschauern. Stört Sie manchmal der Gedanke an Banausen im Publikum, die keine Ahnung von Musik haben?

Nein! Keine Ahnung von Musik zu haben ist doch nicht schlimm. Das ist keine Sprache, die man erlernen muss, sondern etwas, das wir alle instinktiv kennen. Es gibt keine Musikbanausen. Das ist Blödsinn. Von Leuten behauptet, die sich als etwas Besseres fühlen wollen.

Wie gut muss man als Musiker die Technik draufhaben?

Jeder große Musiker muss sein Instrument zu 100 Prozent beherrschen. Sonst hat er nicht die Freiheit, auf der Bühne Musik machen zu können. Denn Musik musst du geschehen lassen, die Technik dahinter musst du jahrelang üben.

Wie oft üben Sie?

Jeden Tag, so viel wie möglich. Das ist wie Hochleistungssport.

Bleibt da noch Zeit für andere Dinge?

Vehementes Nein! Das ist leider so. Ich bin ein Vertreter von 100 Prozent. Da verschiebt man natürlich einige Sachen im Leben ein Stück weit nach hinten. Ich will aber nicht auf dem Sterbebett sagen müssen: Verdammt, da hast du einiges verpasst!

Davor haben Sie Angst?

Nicht direkt. Aber ich bin intelligent genug, um zu wissen, dass für das Pensum, das ich momentan mache, meine Energie nicht ewig ausreichen wird. Ich werde irgendwann daran arbeiten, dass es ruhiger wird.

Wie ist es denn heute?

Man muss sich vorstellen, ich bin in den letzten vier, fünf Jahren 320 Tage im Hotel jedes Jahr. Und drei Wochen zu Hause.

Sie sagen bei klassischen Konzerten Ihre Stücke an. Das ist ganz unüblich.

Finde ich nicht. Früher wurde im Konzert viel mehr geredet als heute. Die Konzerte im 19. Jahrhundert waren lustig: Die Programme waren kurz – drei, vier Minuten Arie, dann kam ein Klavierstück, dann wurde gegeigt. Das war viel abwechslungsreicher. Die Leute haben geklatscht, sogar in den Sinfonien. Wenn heutzutage im ersten Satz applaudiert wird, heißt es gleich: oh je, bitte nicht, psssschhht!

Warum ist das denn so geworden, heute?

Ich habe keine Ahnung. Aber ich versuche aufzuklären, dass das überhaupt keinen Sinn macht. Dass das auch nicht im Sinne eines Komponisten sein kann oder im Sinne eines Solisten. Du hast den ersten Satz von Tschaikowskys Violinkonzert gespielt und danach herrscht Stille. Da würde ich mich fragen: Um Himmels willen, was hab ich falsch gemacht?

Sie werden ja von vielen geliebt und verehrt, andererseits schlägt Ihnen auch viel Ablehnung entgegen.

Die sehen das, was ich neben der Klassik mache als Affront, oft steckt aber auch Neid auf den Erfolg dahinter. Viele, die das so empfinden, waren noch nie bei einem meiner Konzerte.

Und leiden Sie darunter?

Es ist natürlich schade, wenn man ein tolles Konzert gespielt hat und kriegt dann eine schlechte Kritik. Andererseits spielt man ja nicht für den Kritiker. Man spielt in erster Linie für den Komponisten, für das Orchester. Und für‘s Publikum, das Spaß daran hat. Der Kritiker ist unwichtig. Und mit diesem Satz habe ich mir jetzt wahrscheinlich prompt 20 schlechte Kritiken eingehandelt. Aber das ist auch völlig unwichtig. (lacht)

Was ist das für ein Gefühl, vor so viel Publikum zu performen?

Das ist wie bei Big Brother: Du bist da oben, und die Leute schalten ein. Ich schaue nicht ins Publikum denn das Wichtigste ist in dem Moment die Konzentration. Das, was du auf der Bühne machst, ist sehr privat und intim, denn wenn du Musik spielst, gehst du ja durch deine eigenen Emotionen. Es passiert, und du musst es passieren lassen. Die Bühne ist dann wie ein geschlossener Raum.

Wann sind Sie glücklicher: auf der Bühne, während Sie spielen – oder hinterher, wenn alles vorbei ist?

Der tollste Moment ist auf der Bühne – wenn ich merke, die Konzentration ist da, die Vorbereitung hat funktioniert. Nach dem Konzert ist Freude da, auch Erleichterung, aber das Beglückendste ist, auf der Bühne Musik machen zu können.

Dann war es im Nachhinein betrachtet doch gut, dass Sie als Kind so hart arbeiten, so viel üben mussten, weil Sie sonst heute nicht da wären, wo Sie sind?

Natürlich. Alles, was wir in der Vergangenheit getan haben, ob gut oder schlecht, hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Das zu bedauern ist völliger Unsinn – es sei denn, es geht dir wirklich schlecht. Mir geht es sehr gut im Jetzt. Insofern: Alles hatte seine Wertigkeit, alles war positiv, auch das Negative.

Interview: Birgit Hamm

http://mobil.deutschebahn.com/was-berue … r-klassen/

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„Paganini“ rührt Premierenpublikum zu Tränen

"Паганини" тронул публику до слёз

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„Paganini“ rührt Premierenpublikum zu Tränen – David Garrett feiert in München die Weltpremiere des Films „Teufelsgeiger“

Am Donnerstagabend (24. Oktober) feierte David Garrett mit seinem Film „Teufelsgeiger“ eine sensationelle und rührende Weltpremiere im Mathäser Kino in München.

David Garrett, selbst auch als „Teufelsgeiger“ zu bezeichnen, fidelt jetzt in der Rolle des legendären „Nicoló Paganini“ auf der Kinoleinwand wo er das Kinopublikum begeistert, zugleich aber auch zu Tränen rührt.

Er war der Star des Abends, der neben Fotos mit Fans und Interviews auch noch den zahlreichen Fotografen am Roten Teppich für Unmengen an Fotos zur Verfügung stand. Mal links, mal rechts, dann mal die „Geige“ anlegen. Er posierte auf dem roten Teppich genauso lässig, wie er seine Geige auf den Konzerten spielt. Einfach großartig!

Mittlerweile hat Garrett den Film schon fast 200mal gesehen, schließlich komponierte er auch die Musik für den Film. Die brandneue CD „Garrett vs Paganini“ ist mehr als nur ein Soundtrack und eine Hommage an den legendären Teufelsgeiger. Es handelt sich um ein Konzeptalbum, das die schöpferische Auseinandersetzung von David Garrett mit seinem Idol Nicoló Paganini im neuen Licht zeigt. An dem Album haben neben Andrea Bocelli auch Stars wie Nicole Scherzinger und Steve Morse mitgearbeitet. Die Musik des Teufelsgeigers steht aber immer im Mittelpunkt.
Das Album ist ab 25. Oktober 2013 im Handel erhältlich. Live zu erleben ist er im Mai 2014 auf „Paganini“-Tour. Die Tour bringt ihn am 18. Mai in die Philharmonie nach München!

Am gestrigen Abend stellte der Stargeiger zusammen mit Veronica Ferres, Andrea Deck und dem Regisseur Bernard Rose sowie den Produzenten Gabriela Bacher, Rosilyn Heller, Danny Krausz und Christian Angermayer sein Schauspiel-Debüt „Der Teufelsgeiger“ im Rahmen einer feierlichen Premiere im Münchner Mathäser Kino vor.

Niccoló Paganini (1782-1840), der erste Rockstar der Musikgeschichte, steht im Mittelpunkt der Geschichte. Nun kann sich das Publikum auch im Kino überzeugen, dass David Garrett ein Superstar der Extraklasse ist, denn was er bislang auf den Konzertbühnen erreicht hat, präsentiert er nun auch in der Hauptrolle des Films.

Den Erfolg des Filmes wurde bei der vielumjubelten Weltpremiere im Kino und auf der anschließenden After-Show-Party im Heart bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert. Zusammen mit den Schauspielern und Machern des Films feierten noch weitere Premierengästen, darunter Leslie Mandoki mit Frau und Tochter Lara, Jay Khan, Thomas Darchinger, Luna Schweiger, Frederic Meissner, John Friedmann, Papis Loveday, Dirk Moritz, Jule Ronstedt, Herbert Kloiber, Georg P. Bongartz (Vater von David Garrett), Adrian Can, u.v.m.

http://www.events-for-you.eu/premieren/ … elsgeiger/

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репортаж с премьеры в Мюнхене.

http://www.bunte.de/videos/flash/david- … _2791.html

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David Garrett als historischer Geigenvirtuose Niccolò Paganini

http://www.freundederkuenste.de/empfehl … anini.html

http://www.freundederkuenste.de/bilder/Der-Teufelsgeiger-David-Garrett-im-rausch_d4deffdf7d.jpg

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Von: GFDK - Kino.de
Die Karriere des gefeierten Geigenvirtuosen Niccolò Paganini liegt in der Hand des undurchsichtigen Managers Urbani. Der bringt ihn gegen seinen Willen zum Auftritt nach London. Wegen seiner Skandalgeschichten kommt es zu Demonstrationen vor dem Hotel, der Künstler muss beim britischen Impresario Unterschlupf suchen, wo er Gefallen an dessen schöner Tochter findet. Aus Angst, sein Zugpferd durch die Liebe zu verlieren, heckt Urbani eine Intrige aus.

David Garrett Tour 2014
Wenn er auf Tour geht, fliegen ihm die Frauenherzen zu. David Garrett verzaubert die Damenwelt in den Konzertsälen der Welt und jetzt auch auf der Leinwand als den legendären Niccolò Paganini, genannt der "Teufelsgeiger", der nicht nur als begnadeter Musiker von sich reden machte, sondern auch mit Skandalgeschichten, die sich die Spießbürger hinter vorgehaltener Hand und mit wohliger Empörung erzählten. Vor allem das Gerücht, er habe seine Seele an den Teufel verkauft, um übermenschlich spielen zu können, bewegte die Gemüter. Dieser Teufel war sein mysteriöser Manager Urbani (Jared Harris), der gerne Geheimnisse streute, um das Interesse an seinem Schützling wachzuhalten. Ihm gelingt es sogar, den Mann, der im Casino seine Gagen verspielt und nur seinen sechsjährigen Sohn liebt, nach London zu locken, wofür sich der britische Impresario Watson hoch verschuldet. Als wütende Ladies vor dem Hotel gegen den unmoralischen Italiener demonstrieren, findet der Unterschlupf bei Watson und verliebt sich in dessen schöne und gesangsbegabte Tochter.

Garrett spielt als wäre es sein letztes Mal
Die Stärke des Films liegt in den dynamischen Auftritten Garretts, der spielt, als wäre es das letzte Mal, da wird das Publikum gerne über noch auszubauenden schauspielerischen Qualitäten hinwegsehen. Bernhard Roses temperamentvolle Mischung aus Biopic und Lovestory, die die dunklen Seiten des Maestro nicht ausspart und einen in sich zerrissenen Mann im Spiegel seiner Zeit porträtiert, geht über die Person in seiner Zeit hinaus. Dabei kümmert sich Rose weniger um charakterliche Tiefe als um die Fassade, die einige Reibungspunkte bietet und um den Faustischen Pakt. Paganini als erster unangepasster Rockstar der Musikgeschichte mit wilder Mähne, sollte junge Zuschauer ansprechen, zumal Garret heute nicht nur als Geigenvirtuose begeistert, sondern auch als Musiker der sowohl klassische Konzerte beherrscht wie Crossover-Rock-Acts.

Dynamische Mischung aus toller Musik, Liebe, Intrigen und Leidenschaft

Gut gezeichnet ist die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Künstler und Manager, die sich brauchen. Jared Harris, ehemaliges Mitglied der Royal Shakespeare Company, brilliert als diabolischer Intrigant, ohne Garrett die Schau zu stehlen, die Nebenrollen sind von Christian McKay als Watson über Andrea Deck als Sopranistin und Objekt der Begierde bis hin zu Veronica Ferres als ihre Mutter gut besetzt, und Szenenbildner Christoph Kanter ("Das weiße Band") sorgt für den richtigen historischen Look.

Ein Schmankerl für unverbesserliche Romantiker, Liebhaber von Geigenklängen und Garrett-Fans. mk. Quelle: kino.de

Kinostart 31. Oktober 2013 Verleih: Universum Film (Walt Disney)

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Дьявольский скрипач с бритвой

Teufelsgeiger mit Rasierklinge

http://kurier.at/kultur/film/david-garr … 32.875.520

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Ohne Paganini wäre der ganze Werdegang der Geige mit den großen Violinkonzerten nicht möglich gewesen“, ist Stargeiger David Garrett überzeugt. Deshalb war er von Kindheit an ein Bewunderer des 1782 in Genua geborenen Nicolò Paganini, der als Virtuose auf der Geige galt – als der Erste, der als Instrumentalist zum Star werden und ähnlichen Bekanntheitsgrad wie Sänger erreichen konnte. Für Garrett hat Paganini eine genauso faszinierende Persönlichkeit wie Lebensgeschichte. Deshalb hatte er vor einigen Jahren die Idee hatte, einen Film zu machen – mit sich selbst als Paganini, mit einem nach seinen Vorstellungen gestaltetem Drehbuch und einem von ihm eingespielten Soundtrack. Jetzt ist der Streifen fertig. Am 31. Oktober läuft „Der Teufelsgeiger“ in den österreichischen Kinos an – tatsächlich mit Garrett in der Hauptrolle, mit Veronica Ferres, Joely Richardson und Jared Harris in weiteren Rollen. Und mit dem Briten Bernard Rose im Regie-Sessel. Die größte Schwierigkeit, die Garrett und Rose bei der Entwicklung des Drehbuchs hatten: Über Paganini sind viele Mythen überliefert, aber nur wenig ist historisch dokumentiert.

Saiten reißen
„Geschichtlich belegt ist, dass Paganini mit der minderjährigen Tochter seines Impresarios durchgebrannt ist“, erzählt Garrett im Interview mit dem KURIER. „Es ist auch belegt, dass er während eines Konzertes während des Stücks Saiten abreißen konnte. Aber wie kriegt man das während des Spiels hin – zack, drei Saiten weg – ohne dass es das Stück kaputt macht? Da bin ich dann eines Abends mit drei Freunden zusammengesessen und wir haben gesagt, warum nimmt man nicht einen Ring und baut eine Rasierklinge ein? Und das hat dann auch funktioniert.“ Obwohl der Film mit 122 Minuten das komplette Leben von Paganini nachzeichnet, konzentriert sich die zentrale Handlung auf die Liebe zu Charlotte Watson, der Tochter des Impresarios, die von Andrea Deck gespielt wird. Aber auch auf die Zeit, als der in Europa schon als Virtuose gefeierte und als Frauenheld verschriene Italiener ansetzte, London zu erobern. Ein im Film plakativ gezeichneter Aspekt ist auch Paganinis Drogensucht. „Das war mir und Bernard sehr wichtig“, erklärt Garrett. „Denn ich glaube, dass du als Künstler sehr stark Bestätigung suchst. Und gerade wenn man sehr früh mit der Musik anfängt und wie Paganini schon von den Eltern unter Druck gesetzt wird, dass dann diese ewige Suche nach dem Erfolg, diese innere Leere, die entsteht, weil man die menschliche Nähe nicht genossen hat – ich glaube, dass all das dazu führt, dass man permanent vergessen und verdrängen will.“

Grausam
Das, sagt Garrett, könne er sehr gut nachvollziehen. Denn ihm selbst ging es ähnlich – wenn auch nicht in diesen Extremen. Denn: „Kein Kind übt freiwillig mehrere Stunden am Tag – mit einem Instrument, das am Anfang grausam, intensiv, hart und unverständlich ist. Denn dafür ist die Kindheit nicht konzipiert. Da ist man schnell gelangweilt und will auch mal rausgehen.“ Trotzdem, sagt er, könne er jetzt für diese Kindheit dankbar sein: „Ich würde es nicht noch einmal durchleben wollen, aber ich würde die Vergangenheit auch nicht ändern wollen. Denn die Vergangenheit ist Teil er Gegenwart. Und die ist für mich sehr, sehr angenehm. Insofern wäre es schade, Ressentiments zu haben.“

Info: David Garrett kommt 2014 im Rahmen seiner Klassik-Tournee (mit Werken von Vivaldi und Paganini) nach Österreich: 26. 5. Wien/Konzerthaus. Karten: 01/253 888

KURIER: Sie hatten selbst die Idee zu dem Film über Paganini. Was hat Sie an dem Thema interessiert?
David Garrett: Ich finde die Geschichte und die Person von Paganini unglaublich faszinierend. Auch wie er es geschafft hat, ein Instrument in einer Zeit derart populär zu machen, in der die Sänger die Dominanz in der Berühmtheits-Skala hatten. Er war der erste Instrumentalist, der durch sein Können, aber auch durch seine Person eine unglaubliche Popularität erreicht hat. Außerdem ist durch Paganini die ganze Musikgeschichte in eine neue Bahn geleitet worden: Instrumente wurden erst durch Paganini populär. Und durch die Virtuosität in seinem Spiel, durch seine Erfindungen für die Art, wie man die Geige als Solo-Instrument benützen kann, hat er das Instrument auf ein ganz neues Niveau gebracht. Das sind alles Sachen, die später bei den großen Komponisten, bei Brahms und Tschaikowsky verwertet wurden. Ohne Paganini wäre der ganze Werdegang der Geige mit den großen Violin-Konzerten nicht möglich gewesen. Sie haben auch am Drehbuch mitgewirkt.

Wo konnten Sie sich dafür auf historisch Belegtes verlassen und wo mussten Sie erahnen?
Geschichtlich belegt ist, dass er mit der minderjährigen Tochter des Impresarios durchgebrannt ist. Es ist auch belegt, dass er während eines Konzertes während des Stücks Saiten abreißen konnte. Aber wir haben keine Dokumentation, wie diese Dinge passiert sind. Wie er die Saiten abgerissen hat, konnte ich also nur erahnen, denn das ist vor und nach Paganini ja nie passiert.

Wie kriegt man das während des Spiels hin – zack, drei Saiten weg - ohne dass es das Stück kaputt macht?
Da bin ich dann eines Abends mit drei Freunden zusammengesessen und wir haben gesagt, warum nimmt man nicht einen Ring und baut eine Rasierklinge ein? Und das hat dann auch funktioniert. So kann man in einem Stück, das man ohnehin in Pizzicato spielen würde, mit diesem Ring beim letzten Pizzicato drei Saiten reißen. Wir haben wirklich versucht, das, was als Mythos überliefert worden ist, zu realisieren. Und wenn es nicht realisierbar war, haben wir es gelassen.

Haben Sie Schauspielunterricht genommen?
Ja, ich habe einige Stunden genommen. Für mich war es wichtig, eine Einschätzung von jemandem zu bekommen, der sehr gut ist. Dafür habe ich mit Harold Guskin zusammengearbeitet, der wirklich eine Koryphäe ist. Er hat mit Meryl Streep, Al Pacino und Robert De Niro gearbeitet. Wenn der mir gesagt hätte, lass die Finger davon, dann hätte ich es gelassen. Aber so war es nicht. Er sagte, du machst das super, viel Spaß. Er hat mir sicherlich auch viele Tipps gegeben, hat gesagt, so und so geht es nicht. Denn im Endeffekt geht es darum, dass man nichts spielen sollte, sondern reagieren muss. Auch wenn du die Sätze deiner Mitspieler kennst und sie schon hunderte Male gehört hast, musst du immer wieder frisch darauf reagieren. Dafür muss man auf die Nuancen hören. Jeder Satz, egal wie oft du den schon von jemand anderen gehört hast, er wird immer ein wenig anders klingen. Und auf diese kleinen, emotionalen Nuancen muss man reagieren.

Haben Sie beim Schauspielen Lunte gerochen?
Nein, der Film bleibt erst Mal eine einmalige Sache, die mir in diesem Moment, für diesen Zweck, das Projekt und in Zusammenhang mit der Filmmusik Spaß gemacht hat. Auch in Zusammenhang mit der Möglichkeit, am Drehbuch etwas mitarbeiten zu können. Ich war wirklich in alles involviert, so dass das zu meinem Baby geworden ist. Aber ich mag es nicht, wenn andere Menschen um mich herum zu viel machen, auf das ich keinen Einfluss habe. Und bei einem zweiten Film wäre das höchstwahrscheinlich der Fall. Und ich glaube auch nicht, dass es noch eine zweite Person in der Geschichte gibt, mit der ich mich so sehr identifizieren kann.

Es heißt, Sie haben sehr vieles aus Ihren eigenen Tournee- und Business-Erfahrungen ins Drehbuch eingebracht. Was war das?
Es gibt sicherlich viele Situationen, die ich kenne, die mir die Möglichkeit gegeben haben, sie authentisch wiederzugeben. Aber ich will nicht, dass es heißt, ich spiele mich selbst, denn das tue ich nicht, deswegen kann ich die Frage nicht genau beantworten.

Die Figur des Paganini-Managers Urbani erinnert sehr an Manager, die man aus der heutigen Pop-Szene kennt. Ist die fiktiv?
Nein, Paganini hatte einen Manager namens Urbani. Aber das Spannende an dem Verhältnis zwischen diesen Personen ist, dass jeder die eigenen Interessen vertritt. Urbani will sicher mit Paganini Geld verdienen. Das ist aber ganz normal, jeder Manager tut das. Und der Sinn eines Managers ist, dass man über ihn zum Erfolg kommt. Deshalb muss der auch besessen sein und den Künstler ordentlich pushen. Aber da gibt es natürlich auch ein Zuviel. Und zwischen zu viel und zu wenig gibt es nur einen ganz schmalen Grat. Das ist eine Erfahrung, die sicher ganz viele Künstler gemacht haben: Einen Manager zu haben, der entweder zu viel oder zu wenig tut.

Wie die Stars der Pop-Musik heute, hat sich Paganini auch damals schon gut inszeniert und vermarktet.
Ich glaube, was wir als Inszenierung sehen, muss nicht Inszenierung sein. Denn wenn jemand einfach außergewöhnlich ist, gibt er sich so wie er ist, und denkt nicht drüber nach, dass es als Inszenierung rüberkommt. Inszenierung hört sich so durchdacht an. Ich glaube das war es nicht, denn man muss sich auf der Bühne ja auch wohl fühlen. Ich glaube, er hat einfach seine Persönlichkeit ausgelebt.

Ein Teil von Paganinis Persönlichkeit, die Sie im Film stark forciert haben, war die Drogensucht, wobei aber nie rauskommt, worauf er süchtig war . . .
Ich wollte das bewusst nicht erwähnt haben, denn es geht nicht darum, was er konsumiert hat. Aber es war Opium. Das ist durch seine Zähne historisch belegt - er hatte ja am Schluss überhaupt keine Zähne mehr.

Warum ist dieser Aspekt so stark gezeichnet?
Das war mir – und übrigens auch dem Regisseur Bernard Rose – sehr wichtig. Denn ich glaube, dass du gerade als Künstler sehr, sehr stark Bestätigung suchst. Und gerade wenn man sehr früh mit der Musik anfängt und wie Paganini schon von den Eltern unter Druck gesetzt wird, dass dann diese ewige Suche nach dem Erfolg, diese innere Leere, die entsteht, weil man die menschliche Nähe nicht genossen hat – ich glaube, dass all das sehr stark dazu führt, dass man permanent vergessen und verdrängen will.

Hatten sie als Kind auch diesen Leistungsdruck von den Eltern? Und inwieweit halten Sie den für wichtig, um später Virtuosität entwickeln zu können?
Kein Kind übt freiwillig mehrere Stunden am Tag - mit einem Instrument, das am Anfang grausam, intensiv, hart und unverständlich ist. Es ist völliger Irrsinn, zu glauben, dass es etwas wie ein Wunderkind gibt. Es gibt sicherlich Talent - ob man ein Gefühl für die Musik hat, sich Sachen schnell merken und phrasieren kann. Das kann man nicht lernen. Aber kein Kind übt freiwillig -zumindest nicht über die erforderlich lange Zeit, denn dafür ist die Kindheit nicht konzipiert. Da ist man schnell gelangweilt und will auch mal rausgehen. Das ist schon etwas, dass ich selbst erlebt habe und sehr gut nachvollziehen kann. Das gab mir auch noch eine ganz andere emotionale Verbindung zu Paganini, der das aber wahrscheinlich noch viel extremer erlebt hat.

Können Sie heute für diesen Drill dankbar sein?
Drill würde ich jetzt nicht sagen, denn das hört sich dramatischer an als es war. Aber ja, natürlich. Ich würde es nicht noch einmal durchleben wollen, aber ich würde die Vergangenheit auch nicht ändern wollen. Denn die Vergangenheit ist Teil der Zukunft und besonders der Gegenwart. Und die Gegenwart ist für mich sehr, sehr angenehm. Ich kann durch diese Vergangenheit die Gegenwart sehr gut gestalten. Insofern wäre es schade, Ressentiments zu haben.

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Interview mit David Garrett

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Was hat Sie an dem Projekt am meisten begeistert?
DER TEUGELSGEIGER war von Anfang an ein Herzensprojekt, das es mir ermöglicht hat, gleichzeitig in mehreren, grundverschiedenen Bereichen tätig zu werden. In allererster Linie war mir der Soundtrack wichtig. Die Schauspielerei war eine willkommene Zugabe. Nicht zu unterschätzen ist, dass ich mit Bernard Rose über Monate sehr intensiv am Drehbuch geschrieben habe. Darüber hinaus hatte ich, was die Instrumentauswahl anging, eine wichtige Funktion auf Seiten der Produktion. Mir war sehr wichtig, dass zeitgemäß auf Darmsaiten gespielt wird und weder Schulterstützen noch Kinnhalter benutzt werden, da die erst lange nach Paganinis Zeit etwa Mitte des 19.Jahrhunderts erfunden wurden. Ich durfte für die einzelnen Szenen Instrumente auswählen und ich habe mich dafür eingesetzt, dass Paganinis Instrumente möglichst authentisch wirken. Ich habe von einem befreundeten Geigenbauer eine wunderbare Kopie von Paganinis Originalinstrument erhalten, die sich visuell sehr nahe an der Realität bewegt. Zwar mögen einige der Produzenten den Begriff nicht, aber für mich war das Projekt durchaus historisch.

Schauspielerei oder Musik?
Dieser Film war für mich eine einmalige Geschichte. Ich habe mein Leben lang Musik gemacht und will auch in Zukunft damit weitermachen. Ich hätte auch an diesem Projekt nicht mitgewirkt, wenn ich den Soundtrack nicht hätte arrangieren dürfen. Das ging für mich Hand in Hand.

Haben Sie in Ihrer Karriere je die Lust verloren?
Es ist ganz normal, dass man manchmal keine Lust hat. Man ist ja auch Mensch und wenn etwas passiert, das einen belastet, möchte man eben in Ruhe gelassen werden. Bessere Zeiten werden immer von schwierigeren Zeiten abgelöst und wenn der Erfolg gerade auf sich warten lässt, dann zweifelt man mehr an sich und ist für den Gedanken anfälliger. Wenn alles läuft ist es leichter, einen schlechten Tag wegzustecken.

Ist es Ihnen als Solokünstler schwer gefallen, sich für den Film von einem Regisseur führen zu lassen?
Ich muss immer viel mit Menschen zusammenarbeiten und wenn ich zum Beispiel eine Fernsehproduktion habe, dann gibt es auch dort einen Regisseur. Ich kommuniziere ständig mit anderen und mich tausche mich kreativ mit anderen aus. Bernard Rose habe ich 8 oder 9 Monate vor den Dreharbeiten zum Film kennengelernt. Wir haben uns manchmal gestritten, aber im Großen und Ganzen war unsere Zusammenarbeit von Anfang an eine sehr harmonische. Wir haben teilweise ganze Wochen am Stück auf Schloss Elmore verbracht, um Ideen auszutauschen. Dabei kommt man sich sehr nahe und lernt einander sehr gut kennen. Wir kannten die Ecken und Kanten des anderen deshalb schon vor den Dreharbeiten genau, was unserer Interaktion am Set sehr entgegen gekommen ist.

Haben Sie Schauspielunterricht genommen?
Bernard hat mir davon abgeraten, aber ich habe es trotzdem gemacht. Eine der Produzentinnen hat mir jemanden empfohlen, sodass es in meiner Hand lag, es zu initiieren oder eben nicht. Da ich lieber zu viel tue, als zu wenig, war das für mich eine klare Entscheidung, auch wenn Bernard es nicht von mir gefordert hat

Braucht es für eine erfolgreiche Künstlerkarriere ein Stück Besessenheit?
Ohne Besessenheit funktionieren viele Dinge im Leben nicht, obwohl ich das Wort als etwas zu negativ konnotiert empfinde. Ich würde es wohl eher Arbeitsfreude oder Leidenschaft nennen. Man sollte lieben, was man tut - die Arbeitsfreude ergibt sich dann von selbst. In vielen Berufen arbeitet man einem Ziel entgegen und konzentriert sich über längere Zeit auf eine Sache, sodass man die Realität für eine gewisse Zeit verliert.

Woher nehmen Sie die Stärke, bei der Sache zu bleiben? Gibt es da einen Ausgleich?
Wenn man seine Arbeit liebt, dann braucht man keinen Ausgleich. Stärke nimmt man aus persönlichen Erfolgen, wobei damit nicht unbedingt erfolgreiche Konzerte, sondern die kleinen Dinge während des alltäglichen Arbeitsprozesses gemeint sind. Erfolg bei einem Konzert ist nur das Ergebnis eines erfolgreichen Arbeitsprozesses und kann einen nicht überraschen, da man ja weiß, wie man gearbeitet hat. Deswegen ist für mich persönlicher Erfolg eher das Erarbeiten und Verstehen eines Stückes zusammen mit dem Instrument - von der Originalpartitur bis über die Phrasierung. Alltägliche Kleinigkeiten geben mir die Motivation weiterzumachen.

Paganini hat, wie der Film zeigt, in Opiaten einen "Ausgleich" gefunden...
Süchte sind ja nie ein Ausgleich, sondern einfach nur die negativen Seiten einer Person. In Paganinis Fall kommt dazu, dass er nicht einfach drogensüchtig war, weil ihm Drogenkonsum Spaß gemacht hat. Der Film thematisiert es nicht genau, aber er ist an Syphillis erkrankt und die damalige Methode gegen die Krankheit war eine Quecksilberbehandlung. Sein Körper hat auf die Behandlung reagiert und ihm sind die Zähne ausgefallen, sodass man ihm Opiate verabreicht hat, um die Schmerzen zu unterdrücken. Ein körperliches Leiden hat ihn in eine medizinische Abhängigkeit gedrängt. Das macht für mich einen großen Unterschied zu "gewöhnlichen" Suchtthematiken.

Nichtsdestotrotz unterstellt man Künstlern gerne ein erhöhtes Suchterkrankungsrisiko. Warum?
Ich glaube nicht, dass Künstler für Süchte grundsätzlich anfälliger sind. Drogenkonsum entsteht nicht durch einen bestimmen Status oder Beruf, aber wenn Fritz Müller irgendwelche Drogen konsumiert, dann interessiert das eben niemanden. Steht man dagegen in der Öffentlichkeit, dann interessieren die Leute sich für alle positiven und negativen Seiten der eigenen Person. Vor allem Schwächen werden interessant, weil das Menschliche an einer berühmten Persönlichkeit darüber betont werden kann. Davon lebt nicht zuletzt die Presse.

Welche Schwächen von Paganini teilen Sie?
Das ist schwer zu sagen, denn der Paganini, den wir im Film zeigen, ist eine fiktive Figur. Auch ich habe mit Sicherheit meine Schwächen, aber ich habe ein Team um mich herum geschaffen, das einige meiner Schwächen korrigiert. Wäre ich alleine unterwegs, dann hätte ich noch viele Fehler mehr.

Der Film deutet an, dass wir den Teufel in uns tragen. Wie lässt er sich kontrollieren?
Kontrollieren lassen sich unsere inneren Teufel und Dämonen nicht. Wir hadern immer mit uns und machen uns mit dem eigenen Handeln oft das Leben schwer. Das Wissen darüber kann uns zumindest helfen, unsere Dämonen und Teufel zu akzeptieren. Wenn man etwas Negatives wiederum akzeptiert, dann ist man automatisch ein Stück weiter. Sich nicht als perfekt anzusehen ist immer eine Verbesserung. Wir sind alle fehlbar und wenn wir uns das nicht bewusst machen, dann haben wir ein Problem. Zumindest ab und zu sollten wir anderen Menschen zuhören. Sogar dann, wenn wir denken, dass sie nur Mist erzählen, ist manchmal etwas Ordentliches dabei.

Verbildlicht wird der Teufel im Film als Manager, an dem Paganini zerbricht. Erfordert eine Manager-Künstler-Beziehung Regulierungen?
Man muss mit Sicherheit in einigen Momenten regulieren. Einmal im Jahr überlegt man, wie das Jahr gelaufen ist. Stellt man fest, dass es zu viel oder zu wenig war, dann lernt man aus der Erfahrung. Körper und Geist zeigen einem ja auch irgendwann Grenzen auf. In einer solchen Situation ist es nur intelligent, eine Veränderung durchzusetzen und mit den Menschen zu reden. Das kann schwierig sein und vielleicht nehmen die Leute einen nicht immer ernst oder denken nur daran, dass sie weniger Geld verdienen, wenn man weniger arbeitet. Einem Freund ein "Nein" zu geben fällt immer schwer. Man sollte aber immer zwischen tatsächlichen Freunden und Geschäftspartnern differenzieren. Obwohl sie sich so anfühlen sind, 99,9 Prozent aller Geschäftsbeziehungen keine Freundschaften. Wenn man das bedenkt, dann fällt es leichter, "Nein" zu sagen.

Sind Ihnen eigentlich Freunde aus der Jugend geblieben?
Nein. Meine Geschwister sind mir geblieben, aber ich hatte Privatunterrichts und daher selten direkten Kontakt mit Gleichaltrigen.

Wie Paganini werden Sie gerne als Womanizer bezeichnet. Geht Ihnen das auf die Nerven?
Die Womanizer-Sache sagt man mir nach, aber ich höre davon meist nur in Interviews und bekomme außerhalb wenig davon mit, dehalb ist es eher amüsant für mich. Wenn ich doch Womanizer-Qualitäten habe, dann bemerke ich es selbst kaum. Ich sehe das neutral, denn es gibt viele Dinge, die mir etwas bedeuten, mit denen ich etwas verbinde oder die mir etwas geben, aber diese Qualität gehört nicht dazu.

Interview by Sima Moussavian

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Interview mit Andrea Deck

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Bis du heute das erste Mal in München?
Nein. Wir haben in den Bavaria Filmstudios München gedreht. Ich habe allerdings nicht besonders viel von der Stadt gesehen - leider aber noch immer mehr, als ich heute sehen werde. Ich bleibe dieses Mal nur 24 Stunden. Leider, denn ich liebe die Stadt und ihre Leute und würde gerne viel mehr davon erleben.

Warum wurde in Deutschland gefilmt?
Eigentlich kennt den genauen Grund nur die Produktionsabteilung, aber wir hatten ein wirklich tolles Set. Es war perfekt. Das allein ist eigentlich schon Grund genug! (lacht).

Leben tust du derzeit in London. Hast du Lieblingsorte?
Um Weihnachten herum liebe ich Covent Garden, weil es dort im Winter sehr magisch wird. Ich liebe Richmond - ein Ort ein Stückchen außerhalb, der einem ein wunderbar ländliches Gefühl gibt. Dort an der Themse spazieren zu gehen und die Sonne untergehen zu sehen ist einmalig. Ich mag auch viele Märkte - Borough Market am Samstag Morgen zum Beispiel ist absolut hektisch und skurril, aber die Energie ist wundervoll.

Hast du einen musikalischen Hintergrund?
Ich habe immer gerne gesungen. Schon als ich klein war, wollte ich Opernsängerin werden. Ich habe in Privatunterricht alle Arien gelernt, die ich mit meiner Stimme irgendwie umsetzen konnte. Irgendwann habe ich bemerkt, dass ich so gerne singe, weil ich gerne Geschichten erzähle - genau das ist es nämlich, was man tut, wenn man die Emotionen eines Lieds transportiert. Als ich das erkannt hatte, wollte ich in die Schauspielerei. Ich habe in London an einem Schauspielprogramm teilgenommen und konnte Musik und Schauspielerei von da an miteinander verknüpfen. Ich glaube, dass diese beiden Leidenschaften sich gegenseitig bei der Entwicklung geholfen haben.

Kommt das Schreiben zum Erzählen einer Geschichte für dich nicht infrage?
Schreiben kam für mich tatsächlich nie infrage, dafür ist das Produzieren eine wieder andere Form des Geschichtenerzählens, an der ich mich gerne versuche. Gerade jetzt produziere ich zusammen mit einem Bekannten zum ersten Mal einen Film. Der Name lautet CREDITORS und wir sind gerade dabei, über Kickstarter Geld für das Projekt zu sammeln. Mein Bekannter Ben hat den Film geschrieben, ich habe das Skript gelesen und war begeistert, sodass wir eine kleine Produktionsfirma eröffnet haben und das Projekt nun umsetzen wollen. Das Skript basiert auf einem Theaterstück von Strindberg, das von einem Liebesdreieck handelt und sich zu einem psychologischen Thriller entwickelt.

Hattest du vor dem TEUFELSGEIGER eigentlich eine Ahnung von Paganini?
Ein bisschen, aber deutlich weniger, als ich hätte haben sollen. Mein Bild von ihm hat sich mit dem Film nicht nur verändert - es hat sich über den Film erbaut. Ich fühle mich jetzt deutlich besser informiert.

Paganini und deine Figur Charlotte teilen im Film die Leidenschaft für Musik. Wie wichtig sind geteilte Leidenschaften für eine Beziehung?
Sehr wichtig. Was für eine Art der geteilten Leidenschaft das ist, finde ich aber relativ unwichtig. Auch die Leidenschaft, andere gut zu behandeln, kann Menschen verbinden. Genauso kann es reichen, wenn beide Partner Offenheit teilen. Die Gemeinsamkeit muss also keine konkrete oder berührbare sein, obwohl ein gewisser Grad an fassbarer Gemeinsamkeit sicher hilft.

Woher kommt die gemeinschaftbildende Kraft von Musik?
Wie man so schön sagt ist Musik eine universale Sprache. Wenn ich etwas höre, dann trifft es mich direkt ins Herz. Es umgeht meinen Verstand und erreicht meine Emotionen ohne Umwege. Man kann nicht über Musik nachdenken oder angemessen darüber sprechen. Man kann sie nur fühlen und egal welchen Alters, welchen Geschlechts oder welcher Rasse kann das absolut jeder. Man braucht dazu noch nicht mal eine Ausbildung oder irgendeine Form von Wissen.

Charlotte inspiriert Paganini im Film. Gibt es einen Unterschied zwischen Inspiration und Liebe?
Ich glaube wahrhaftige Liebe ist immer Inspiration. Große Liebe lässt einen zu einer besseren Person werden, weil man dem anderen nur das Beste von sich geben möchte. Daher denke ich, dass Inspiration und Liebe schnell zu Synonymen werden können.

Was inspiriert dich?
Mich inspirieren Menschen, die hart arbeiten - völlig unabhängig von ihrem Beruf. Ich fühle mich inspiriert, wenn jemand entgegen aller Widerstände an seine Arbeit glaubt und sein Ziel trotz Niederlagen und Schwierigkeiten weiter verfolgt. Ich selbst versuche täglich, so nahe an diesen Anspruch heran zu reichen, wie möglich. Ich bemühe mich, stets nach dem Motto "Volle Kraft voraus!" zu leben.

Paganini erklärt Charlotte, dass er in Musik lebt. Ist das Definieren des eigenen Selbst über eine einzige Beschäftigung eine Selbstlimitation und somit schädlich?
Absolut. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Jede Person ist mehr, als die Beschäftigung, die sie ausübt. In Musik ist viel Menschliches - nicht zuletzt viel Emotion - aber Musik ist noch immer keine Person. Wenn man mit und innerhalb von etwas lebt, das nicht menschlich ist, dann führt das zu unglaublicher Limitation. Paganini liebt Musik und er liebt sich selbst in Musik, aber er schottet sich als Person darin ab. Er könnte sich genauso gut zusammen mit seinem Instrument in einem Zimmer einsperren. Machmal ist das der Musik förderlich, aber der ultimative Anspruch sollte die Interaktion mit anderen Menschen bleiben - in seinem Falle die Interaktion, um die Musik mit anderen zu teilen.

Nun erfordert eine Karriere wie die Paganinis definitiv Konzentration. Ist Einsamkeit der Preis für künstlerische Brillianz?
In meinem Beruf würde ich davon nicht ausgehen. Gerade in der Schauspielerei lebt man von der Interaktion mit anderen Menschen. Wenn du alleine in einem Raum sitzen bleibst, dann kannst weder wachsen, noch deinen Blick verändern, weil du keine anderen Sichtweisen kennenlernst. Vielleicht entwickelst du in Isolation eine bestimmte Fähigkeit weiter, aber das nur in Grenzen, solange du sie mit niemandem teilst und durch die Interaktion mit anderen nicht aus immer neuen Blickwinkeln betrachtest. Andererseits muss man sich dem Erlernen einer Sache durchaus mit Haut und Haaren widmen, wenn man sie brilliant beherrschen will. David Garrett zum Beispiel könnte wahrscheinlich niemals so spielen, wenn er seine Konzentration von Zeit zu Zeit nicht ausschließlich auf das Spielen richten würde. Ich bin sicher, dass man sich dabei auch einsam fühlen kann. Für großes Können gibt man immer auch etwas auf, aber gerade ein Meister der Künste kann nicht kontinuierlich einsam sein, weil seine Kunst sich sonst tot anfühlt.

Paganinis Süchte nehmen einen Großteil des Films ein. Sind Künstler Suchtpersönlichkeiten?
Ich glaube nicht, dass Künstler generell anfälliger für Suchterkrankungen sind, aber ich denke dass der "Lifestyle" eines Künstlers die Person öfter in Versuchung bringt. Künstler bewegen sich in Milieus, in denen Suchtstoffe leichter zu bekommen sind. Ist man ununterbrochen von solchen Stoffen umgeben, dann kann es schwieriger sein, sie abzulehnen.

Sind Künste selbst Suchtstoffe, in denen man sich leicht verliert?
Auf jeden Fall. Dass ich schon in jüngsten Jahren ununterbrochen vor meinen Eltern vorgesungen habe, hat einen Grund: Ich konnte nicht mehr aufhören. Ich kann nicht für andere sprechen, aber für mich ist Performen und Kreieren definitiv eine Sucht. Die Euphorie, die ich dabei spüre, und die Leidenschaft, mit der ich performe, sind Suchtsstoffe, aber ich bin sehr dankbar, dass ich damit in Berührung gekommen bin.

Wenn wir im Sinne des TEUFELSGEIGERS vom Teufel in unserem eigenen Inneren sprechen - wie lassen sich unsere Dämonen kontrollieren?
Ich glaube, wenn man zu sich selbst und anderen so ehrlich und wahrhaftig wie möglich ist, dann findet man zu Reinheit. Ich bin nicht sicher, ob wir alle Engelchen und Teufelchen auf unserer Schulter sitzen haben oder vielleicht sogar einen Teufel in uns tragen, den wir konstant unterdrücken, aber Reinheit steht dem Teufel, wenn es ihn denn gibt, auf jeden Fall entgegen.

Der Film zeichnet ein Bild von Journalisten und Journalismus. Entspricht das gezeigte auch deinem Bild von der Presse?
Ich habe bisher nicht viel mit Journalisten zu tun gehabt. Mein Verständnis von Journalismus wurde, wenn ich denn überhaupt eines besitze, wohl vom TEUFELSGEIGER geformt (lacht). Nein, ich bin wirklich kein Freund von Stereotypen. Ich gehe nicht davon aus, dass alle Journalisten alles tun würden, um eine interessante Geschichte zusammen zu spinnen. Trotzdem muss man zugeben, dass wir in einer Welt leben, in der Menschen Dinge gerne zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Was der Film also darstellt, wenn er zeigt, wie die Presse Paganini und Charlotte behandelt, dann bewegt er sich damit doch recht nahe an unserer modernen Gesellschaft. Natürlich orientieren sich Journalisten daran, was gekauft wird und das sind nun mal irrsinnige Geschichten.

Tendiert die Presse unserer Zeit zu Grausamkeiten?
Das ist schwer zu sagen, denn natürlich wollen auch Journalisten einfach nur ihren Job machen und ihr Geld verdienen. Jeder sollte aber eine Grenze haben. Niemand sollte davon leben, den Ruf oder die Familie anderer zu zerstören. Das ist definitv grausam und ungerecht.

Paganinis Image ist für den Film sehr wichtig. Wie wichtig ist das Image für den modernen Künstler?
Image ist noch immer sehr entscheidend, da Künstlerberufe einen zur Selbstpräsentation zwingen. Optimal ist es, wenn deine Leidenschaft für die Sache dein Image formt. Künstler können mit ihrem Image auch viel Spaß haben - sie können damit spielen oder darüber lachen. Es geht vielleicht gar nicht so sehr um das Image, sondern darum, richtig damit umzugehen. Leider gibt es dazu keine Techniken oder Kurse. Manche Dinge lassen sich einfach nicht kontrollieren und der richtige Umgang mit ihnen wäre das Loslassen. Ich kann nicht sagen, dass ich das gut beherrsche, aber das ist wahrscheinlich der Schlüssel zum Glück.

Dein nächstes Projekt SINGULARITY befindet sich gerade in Postproduktion. Kannst du schon etwas darüber verraten?
SINGULARITY liegt eine sehr ausschweiffenden Story zu Grunde. Es ist eine Liebesgeschichte, die sich über mehrere Zeitzonen erstreckt. Meine Figur Ali bewegt sich ausschließlich in der Moderne. Die Dreharbeiten haben wir erst kürzlich abgeschlossen. Einen Großteil haben wir auf einem Boot gedreht, was wirklich toll war. Den Stoff, der in der Vergangenheit spielt, haben sie schon vor 3 Jahren abgedreht. Ich bin ein Teil zu einem Team in der modernen Zeit, aber die Einzelheiten zu erklären, würde den Rahmen sprengen (lacht). Es hat jedenfalls Riesenspaß gemacht, den Film zu drehen - auch das Hin und Hier zwischen SINGULARITY und DER TEUFELSGEIGER war toll.

Was für ein Mensch ist Ali?
Sie arbeitet sehr hart und ist ein absoluter Team-Player. Außerdem ist sie irrsinnig klug und hat ein sehr hohes Bewusstsein, wobei sie sehr wissenschaftlich denkt.

Wie war die Zusammenarbeit mit Josh Hartnett?
Es war fantastisch. Im Film ist er ein Teil von Alis Team, sodass wir viele gemeinsame Szenen hatten - einen Großteil davon haben wir Nachts gedreht. Ich habe ihn als sehr bodenständigen, smarten und witzigen Menschen mit wunderbar trockenem Humor kennengelernt. Wir alle sind nach jedem Drehtag auf einen Absacker gegangen und hatten enormen Spaß miteinander. Mit ihm zu arbeiten und ihn um sich zu haben war fantastisch.

Interview by Sima Moussavian

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