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DAVID GARRETT скрипач-виртуоз

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Промоушен нового альбома и тура UNLIMITED - Greatest Hits 2018 / 2019

Сообщений 21 страница 38 из 38

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squirrel написал(а):

И , какие 10 кило шоколада! Печень и мозг не выдержат.


ну ладно...пять!)))...

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Er könnte nicht ohne die Bühne leben

Интервью. Перевод позже

https://www.stern.de/lifestyle/leute/da … 31044.html

Он не смог бы прожить без сцены

http://s9.uploads.ru/t/VlTPH.jpg

пока на немецком

Was die Fans von David Garrett auf der neuen Tour erwartet und warum er sich nicht als Frauenschwarm sieht, verrät der Geiger im Interview.

"Die besten Sachen passieren und die muss man passieren lassen", findet David Garrett (37, "Rock Symphonies"). Die Nachrichtenagentur spot on news hat den Star-Geiger getroffen und mit ihm über seine "Unlimited"-Jubiläumstour, seine Rückenprobleme und Eitelkeiten gesprochen.

Was unterscheidet Ihr neues Album "Unlimited" von den vorherigen?

David Garrett: Zum zehnjährigen Crossover-Jubiläum haben wir uns überlegt ein Best-of-Album im Oktober 2018 herauszubringen, mit vier Stücken, die unplugged eingespielt wurden und neu arrangiert sind und sechs neuen Songs. Mir war es sehr wichtig, dass meine Fans einen wirklichen Mehrwert gegenüber einem herkömmlichen Greatest-Hits-Album haben.

Sie kehren mit einer neuen Crossover-Tour im Mai auf die deutschen Bühnen zurück. Was dürfen die Fans erwarten?

Garrett: Die Basis ist natürlich die CD. Wir werden viele Sachen aus den letzten zehn Jahren spielen, teilweise Stücke, die die Fans sich gewünscht haben und teilweise Stücke, die mir ganz besonderen Spaß machen. Es wird eine wunderbare Mischung aus den verschiedensten Musikrichtungen. Daher auch der Titel "Unlimited". Denn ich habe mir nie eine musikalische Grenze gesetzt.

Sie hatten in den letzten Monaten Probleme mit dem Rücken und mussten einige Konzerte streichen. Wie sehr hat Sie das belastet?

Garrett: Das ist wie mit jeder Krankheit, das macht natürlich keinen Spaß. Mir war es einfach wichtig, sie auszukurieren, bevor ich wieder auf die Bühne gehe. Da geht die Gesundheit vor.

Könnten Sie ohne die Bühne leben?

Garrett: Es würde mir schwerfallen. Auch mit Blick auf die vergangenen Monate, in denen ich gesundheitliche Probleme hatte. Ich habe die Bühne schon wirklich sehr vermisst.

Was haben Sie in dieser Zeit gemacht?

Garrett: Ich habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht. Sei es mit meinem Bruder und meinem Neffen oder mit meiner Mama. Ich bin auch oft zu meinem Papa gefahren und war viel mit meiner Schwester zusammen. Wir haben auch an gemeinsamen musikalischen Ideen gearbeitet, sie ist ja auch Musikerin. Da haben wir über den Sommer einen tollen, regen Austausch gehabt. Ich habe einfach den engen Kontakt mit meiner Familie gesucht. In so einer Situation rückt man noch einmal ein Stück näher zusammen.

Wie gehen Sie mit Kritik um?

Garrett: Gut, aber das muss jeder lernen. Ich muss sagen: Hut ab vor der jungen Generation von heute, die haben alle einen Social-Media-Account. Da wird es teilweise sehr persönlich. In dem Alter bin ich nicht so drastisch mit Kritik konfrontiert worden. Ich hatte ja auch Privatunterricht, dadurch habe ich Mobbing in der Schule also nie wirklich erlebt.

Haben Sie einen Fehler oder einen Charakterzug, den Sie gern korrigieren würden?

Garrett: Geduld habe ich wirklich lernen müssen. Als Künstler willst du ja, dass immer alles gleich perfekt wird. Gerade auf der Bühne atmest du einmal tief durch, wenn etwas nicht so läuft wie geplant.

Sie gelten als Frauenschwarm. Wie gehen Sie damit um?

Garrett: Ich selbst sehe mich nicht so, ich glaube, niemand tut das. Ich habe akzeptiert mit dem zu leben, was ich bin. Wenn es Menschen gibt, denen das gefällt, ist das schön. Ich verbringe nicht viel Zeit mit Sachen wie Klamotten oder Badezimmer. Das geht alles sehr zügig bei mir, ich bin überhaupt nicht eitel.

Was ist das schönste Kompliment, das Sie je bekommen haben?

Garrett: Ich schätze Komplimente immer sehr, die von Menschen kommen, die ich sehr verehrt habe oder verehre. Wenn Yehudi Menuhin, Itzhak Perlman oder Isaac Stern etwas Positives über mich gesagt haben, hat mich das immer besonders berührt. Das sind ja meine Idole.

Möchten Sie selbst Idol oder Vorbild sein?

Garrett: Absolut, ich würde gerne später mit jungen Musikern arbeiten! Momentan ist es aber noch nicht der richtige Zeitpunkt. Ich glaube das fühlt man, wenn man anfangen möchte, mit jungen Menschen zu arbeiten. Jedes Mal wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme, junge Geiger anzuhören, macht mir das wahnsinnig viel Spaß, Anleitungen zu geben oder Akzente zu setzen. Ich sehe im Lehrer-Sein aber auch eine große Verantwortung.

Es steht vieles an mit Album und Tour. Wie geht es bei Ihnen weiter?

Garrett: Es gibt ein paar Ansätze, die ich momentan verfolge. Ich bin am Überlegen, welches Projekt mir am meisten Freude bereiten und mich herausfordern würde. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten. Nicht, dass ich jetzt etwas sage und mich dann doch in den nächsten Wochen für ein anderes Projekt entscheide. Es ist alles wirklich noch sehr "work in progress". Aber ich habe ein paar schöne Ideen, wie es weitergehen könnte.

Was wünschen Sie sich für die kommende Tour?

Garrett: Ich freue mich sehr darauf, mit meinen Fans musikalisch abzufeiern. Für mich ist das auch ein Rückblick auf die letzten zehn Jahre und zehn Alben. Das war alles, auf eine sehr positive Art und Weise, sehr hektisch. Wir werden bei "Unlimited" - wie der Name ja sagt - ein richtiges Brett abliefern und da lege ich viel Wert drauf.

SpotOnNews

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Foto - Pedro Becerra

https://www.eventim.de/magazin/rock-pop … ited-tour/

http://sh.uploads.ru/t/ydrOG.jpg

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Elina написал(а):

squirrel написал(а):

    И , какие 10 кило шоколада! Печень и мозг не выдержат.

ну ладно...пять!)))...

Так и быть, уговорила - 2 кило, но в рассрочку!

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David Garrett: "Zeitweise war es schon unangenehm"

https://www.augsburger-allgemeine.de/ku … 72201.html

http://s9.uploads.ru/t/K4IZa.jpg

03.09.2018
PHILIPP KIEHL

пока на немецком

Gewalt-Vorwürfe und sein Körper zwangen David Garrett zu Pausen. Hier spricht er über den Balanceakt zwischen Klassik und Rock und den Umgang mit Kritik.

Bandscheibenvorfall, Konzertabsagen, schwere Gewalt-Vorwürfe ihrer Ex-Freundin mit anschließendem Gerichtsprozess. Sind die Schicksalsjahre nun vorbei?

David Garrett: lch würde sie so nicht bezeichnen. Ganz im Gegenteil. Wir sind in dieser Zeit auch erfolgreich getourt. Nichtsdestotrotz war es zeitweise schon unangenehm. Ich habe in den letzten eineinhalb Jahren gut daran getan, mein Privatleben mehr zu schützen und die Freunde vorsichtiger auszusuchen. Aber das Verfahren ist geschlossen, seit knapp zwei Jahren ist die Geschichte vorbei.

Mir war wichtig, dass ich mir nichts vorwerfen kann. Alles andere hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Für mich war das eine Lebenserfahrung. Man wächst mit der Aufgabe, und manchmal sind die Aufgaben schwierig. Gerade der Bandscheibenvorfall hat viel Disziplin und Zeit gekostet. Die Geige sechs Monate nicht in die Hand zu nehmen, war für mich nicht so einfach.

Sie leben in zwei Welten, beruflich, wie privat. In New York und Berlin. Musikalisch bewegen Sie sich zwischen „Extremen“: Rock und Klassik...

Garrett: Ich mag die Vielfalt. Das gilt für das Leben und für meinen Beruf. Ich liebe die Musik und das schließt kein Genre aus. Das ist auch eine große Befreiung gewesen, nachdem ich lange Zeit nur Klassik aufgenommen und klassische Konzerte gespielt habe. Nach dem College Abschluss in New York habe ich gesagt, ich möchte meine Identität als Musiker finden ohne Kompromisse. Und dann war für mich klar, das zu machen, was mir Spaß macht. Das ist auch mein Rezept für Erfolg. Aus meiner Erfahrung heraus bist du immer dann besser, wenn du das machst, was Freude bringt. Dann kommt der Erfolg von alleine.

Schon mit 13 Jahren waren Sie bei der Plattenfirma Deutsche Grammophon unter Vertrag. Später sagten Sie, dass sie sich musikalisch nicht entfalten konnte, dass das Korsett zu eng wurde...

Garrett: Es war damals wirklich weitgehend so. Mozart mit Claudio Abbado, als nächstes die 24 Paganini- Capricen. Alles war von der Plattenfirma vorgegeben. Aber fragst du einen 13-Jährigen, „was willst du spielen?“ Dann sagt der natürlich „Fußball“. Je älter man wird, desto eher möchte man seine persönliche Entscheidungsfreiheit haben. Rückblickend habe ich es mit 19 oder 20 kritischer gesehen. Mit ein bisschen Distanz weiß ich, anders hätte es nicht geklappt.

Sind sie aus den Konventionen ausgebrochen?

Garrett: Ich habe damals schon gerne ganz verschiedene Musiken gehört. Und dann habe ich mich gefragt, warum bindest du die nicht in dein Repertoire ein? Abgesehen davon habe ich in der Juilliard School viele Anfragen von Kommilitonen, teilweise Tänzern, teilweise Schauspielern bekommen, die mich fragten, ob ich ihnen nicht für ihre Projekte die Musik machen könne. Das war nicht immer Bach und Beethoven, obwohl ich es habe einfließen lassen. Das war für mich der erste Denkanstoß. Ich fand diese Kombination auch spannend. Und warum sollte man sich nicht den Luxus gönnen, beides zu spielen?

Ein Schritt, mit dem Sie einige Fans und Kritiker verschreckt haben, die dachten, Sie widmen ihr Leben der Klassik...

Garrett: Jeder Anfang ist schwer. Jeder, der etwas neues macht, wird Gegenwind bekommen, und das ist auch gut so. Man muss das auch ein bisschen nachvollziehen können. Welcher 18-Jährige weiß schon, was er machen möchte. Ich habe mit 13 begonnen, Platten aufzunehmen. Die Erwartungshaltung ist völliger Irrsinn. Abgesehen davon gibt es viele junge Leute, die mit 18 aufhören, weil sie keinen Bock mehr haben. Ich hatte großes Glück, dass ich nicht nur das Talent hatte, sondern auch wahnsinnigen Spaß dabei. Nicht unbedingt nur mit dem Instrument, sondern einfach auch damit, Musik machen zu können. Und deshalb bin ich dabei geblieben. Unter Umständen hätte ich auch was ganz anderes gemacht.

Vielen Menschen fällt es schwer, Sie einzuordnen. Wie gehen Sie mit Kritik an Ihnen um?

Garrett: Kritik ist völlig normal. Man muss aber immer die Relationen sehen. Solange man sich mit Leuten umgibt, die einen wertschätzen und umgekehrt, hat das Negative überhaupt keine Bedeutung. Solange man ehrlich mit sich umgeht. Wenn Zubin Mehta, Charles Dutoit und Andrew Litten mir sagen, da stimmt was nicht, dann bin ich beunruhigt. Wenn die Israel Philharmonic mich nicht mehr einlädt und die Münchner Philharmoniker, dann würde ich mir Gedanken machen. Man kann es aber nicht jedem Recht machen. Am Ende geht es um gute Musik.

Sind Sie einfach experimentierfreudig oder ist dieses Wandeln zwischen den Genres auch eine gewisse musikalische Sinnsuche?

Garrett: Keine Sinnsuche. Aber auf der musikalischen Suche ist man immer. Die Leute haben mich auch häufig angesprochen, weil ihnen die Art gefiel, wie ich mit Musik umgehe. Vielleicht war ich auch ein Stück nahbarer und habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich bin, wer ich bin und unterschiedliche Musik gut finde.

Sie werden häufig mit Paganini verglichen, dann aber auch wieder mit Kurt Cobain, trotz Geige. Stören Sie diese Klischees?

Garrett: Warum muss man immer alles einordnen? Dieses Schubladendenken ist doch kontraproduktiv. Gegenwind ist gut. Außerdem kann ich nicht sagen, dass man das Leben von Cobain komplett gutheißen kann. Man muss auch die Distanz zwischen Künstler und Privatem behalten. Klar ist es auch eine Ehre – beide waren große Künstler und da bin ich auch Fan.

„Rock Revolution“ ist eines Ihrer Alben. Ihr Auftreten, ihr Kleidungsstil wirken rebellisch. Sind Sie ein Rebell?

Garrett: Musikalisch gesehen vielleicht. Rückgrat trifft vielleicht aber eher zu. Natürlich muss man sich im Leben durchsetzen. Es gab viele Kollegen, die gesagt haben, es wird nicht funktionieren, die Leute werden nicht zur Klassik kommen. Doch am Ende habe ich recht behalten. Doch eine gewisse Sturheit und der Glaube an sich ist ganz wichtig.

Dann kehren Sie wieder zu Ihren Wurzeln der Klassik zurück...

Garrett: Als Musiker muss man ein zu Hause haben. Das Fundament meiner Musik ist die klassische Ausbildung. Natürlich habe ich mich in den letzten Jahren weiterentwickelt, etwa in der Frage, wie ich Instrumente in die Rock- und Pop-Arrangements einbinde. Aber der Grundstein kommt aus der Klassik. Dementsprechend lege ich viel Wert darauf, dass das nicht in den Hintergrund gerät.

Welche Musik hören Sie privat? Wie ergeben sich neue Arrangements?

Garrett: Von Schlager bis Rock eigentlich alles. Wenn mir ein Stück gefällt, überlege ich mir erst mal die Harmoniefolge. Der Song „Dangerous“ von David Guetta ist zum Beispiel nahezu perfekt geeignet.

Sie sind sehr diszipliniert. Ihr Vater galt als besonders streng.

Garrett: Da würde er mir auch zustimmen. Zu 100 Prozent kann ich sagen, dass mein Vater dafür verantwortlich ist, dass ich ein guter Geiger geworden bin. Er hat schon darauf geachtet, dass ich jeden Tag viel arbeite. Es geht in diesem Bereich, glaube ich, darum, dass man früh anfangen muss – und jemanden braucht, der einen ab und zu antreibt. Ich habe es bei Klassik-Musikern noch nie erlebt, dass es nicht so war – und der Musiker trotzdem erfolgreich geworden ist. Ich bin früher vielleicht manchmal zu kritisch damit umgegangen, weil ich zeitlich zu nah dran war. Mit ein bisschen Abstand kann ich das neutraler beurteilen.

Sie haben mal den Weltrekord im Schnellspielen anhand von Rimski-Korsakows „Hummelflug“ aufgestellt. Welche Rolle spielt die Perfektion für Sie?

Garrett: Da bin ich ein wenig reingeschlittert. Das war eine Kindersendung, wo jemand mit der Stoppuhr stand. Schaffst du das in 65 Sekunden oder sogar drunter? Ich habe aber schon als Kind Stücke sehr schnell spielen können. Es gibt ein schönes Zitat von dem großen Geiger Nathan Milstein. Der sagte: Entweder kannst du spielen oder nicht. Technik ist ein Fundament, das man sich im Alter zwischen fünf und 15 aneignen sollte.

Ihr neues Album „Unlimited“ ist ein musikalischer Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre. Wie haben Sie diese Zeit erlebt und sich entwickelt?

Garrett: Das waren zehn fantastische Jahre. Rückblickend ist es manchmal schwer zu fassen, was da so alles passiert ist und auch immer mit einem großen Erfolg verbunden war. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Heute gehe ich mit einer großen Demut damit um. Zehn Jahre hört sich kurz an. Aber als Künstler ist das eine Ewigkeit.

Werden Sie eines Tages auch mal ein Album ausschließlich aus Ihrer Feder herausbringen?

Garrett: Ich habe beim Album „Explosive“ über 80 Prozent selber geschrieben. Ich habe mir die Türen immer offen gehalten und auch immer darauf geachtet, selber mitzuwirken. Das plane ich auch in der Zukunft, diese Mischung zwischen Arrangieren und Komponieren beizubehalten.

Ist es für Sie auch ein Ziel, in Ihrer zweiten Heimat Amerika noch bekannter zu werden?

Garrett: Das ist aktuell keine Zielsetzung. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Tour und das Album und alles andere steht in den Sternen.

Können Sie sich vorstellen, auch mal auf einem Rockfestival zu spielen?

Garrett: Die Stimmung stelle ich mir richtig toll vor. Und man sollte ja niemals nie sagen.

Zur Person: David Garrett, 1980 in Aachen geboren, hatte im Alter von vier Jahren erstmals eine Geige in der Hand. Mit neun Jahren spielte er vor einem breiteren Publikum und galt als Wunderkind. Er studierte bei Itzhak Perlman an der Juilliard School in New York. Sein Markenzeichen ist die Verbindung von klassischer Musik und Rockmusik.

https://vk.com/video426371126_456239494

Отредактировано Лёна (08.09.2018 13:02)

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sintia27 написал(а):

David Garrett: "Zeitweise war es schon unangenehm"

Что странно - в адресной строке этого интервью высвечивается совсем другое название - "Мой отец следил за тем, чтобы я много работал". Видимо, это кого-то не устроило, и заголовок сменили на "Иногда было довольно неприятно"

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И ещё одно интервью...

Applaus ist für Garrett keine Messlatte

https://www.mittelbayerische.de/kultur- … 87293.html

https://www.aachener-nachrichten.de/kul … d-32798453

http://www.fnp.de/nachrichten/kultur/In … 79,3110747

http://s9.uploads.ru/t/eVyoC.jpg

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Der Star-Geiger spricht im Interview über Slash, Gesundheit und den Anspruch, den er an sich selbst hat.
Von Olaf Neumann

REGENSBURG.David Garrett, Sie gelten als einer der erfolgreichsten Violinisten der Welt. Was ist Erfolg für Sie ?

Erfolg ist, wenn die Qualität stimmt. Ich habe Konzerte erlebt, bei denen das Publikum ausgerastet ist, aber ich bin deprimiert von der Bühne gegangen, weil ich nicht das abgeliefert habe, was ich kann. Da macht der Applaus auch keinen Unterschied. Im Gegenteil, er zieht einen eher runter. Andererseits hatte ich auch Konzerte mit minimalem Applaus, bei denen ich mit einem Grinsen von der Bühne ging, weil ich genau wusste, dass ich knapp an 100 Prozent dran war. Applaus ist für einen Künstler keine Messlatte.

Sie wurden als Geigenrebell bezeichnet. Gegen wen oder was rebellieren Sie?

Das Gefühl zu rebellieren hatte ich nie. Es kommt vielleicht so rüber, weil ich einer der ersten klassischen Musiker war mit einem Standbein außerhalb der Klassik. Das entspricht nicht der Norm. Und wenn etwas nicht normal ist, dann muss es ja irgendetwas Rebellisches sein. Aber ich habe einfach nur Spaß da dran. Mit dem Begriff „Rebellion“ kann ich nicht viel anfangen.

Sind Sie in den Crossover-Bereich gegangen, weil das Klassikpublikum langsam ausstirbt?

Ich hatte nie das Gefühl, dass das klassische Publikum ausstirbt. Aber dass man eine neue Generation für irgendetwas faszinieren muss, ist doch ganz klar. Etwas, das Qualität hat, muss man immer mit Leidenschaft bewerben. Dann kann auch nichts aussterben.

Sind Auftritte die Königsdisziplin, in der man zeigen muss, was man wirklich draufhat?

Ja, Konzerte sind die Königsdisziplin. Live greifen das Zusammenspiel zwischen mir, Band, Orchester und die Gedanken, die ich mir über die Produktion gemacht habe, ineinander über. Das ist wirklich ein kleines Gesamtkunstwerk, entstanden aus meiner Fantasie. Wenn ich das zum Leben erweckt sehe, bin ich ein bisschen stolz. Das Schöne ist, dass bei einem Konzert immer alles passieren kann. Das macht es auch für mich spannend.

David Garrett auf Tour
Karriere:
Mit mehr als drei Millionen verkauften Alben und über drei Dutzend Gold- und Platin-Auszeichungen in Europa, Asien und Lateinamerika sowie Millionen verkaufter Tickets zählt der 38 Jahre alte Deutsch-Amerikaner zu den größten Stars der heutigen Musikszene. Seine Mission: Mit seiner Mixtur aus E- und U-Musik will er Menschen erreichen, die der Klassik sonst fern bleiben.

Crossover-Tour:
David Garrett geht im Mai 2019 zusammen mit seiner Band und der Neuen Philharmonie Frankfurt auf Crossover-Tour. Der Stargeiger wird bei 19 Konzerten in Deutschland (am 29. Mai spielt er in München), Österreich und in der Schweiz auch neue und neu arrangierte Stücke spielen, einige zum ersten Mal unplugged. Alle Termine gibt es unter david-garrett.com/de.

Welche Gedanken haben Sie sich über die Tour gemacht?

Viele. Ich bin mein Repertoire Stück für Stück durchgegangen. In dem Moment, wo ich mir Musik anhöre, entstehen Bilder in meinem Kopf. Ich sehe gewisse Farben und Lichtstimmungen, die ich für ein Stück haben will. Ich will keine zwei Titel mit der selben Stimmung hintereinander haben. Und es ist wichtig, dass das Licht nicht dem Rhythmus der Musik schadet, sondern dass alles eine Symbiose ist.

Pink-Floyd-Schlagzeuger Nick Mason behauptet: „Wer als Musiker bei einem Konzert nicht nervös ist, mit dem stimmt etwas nicht.“ Hat er recht?

Ich bin immer noch nervös. Nervosität ist nichts Negatives, obwohl es sicher auch negative Nervosität gibt. Anspannung ist ganz wichtig vor dem Konzert. Andernfalls wäre es einem egal, was man auf der Bühne macht. Wenn du etwas von dir selber erwartest, bist du auch nervös, das ist völlig normal. Und es hört mit dem Alter nicht auf.

Fühlen Sie sich auf der Bühne wie ein Rockstar, wenn Sie Songs von Metallica interpretieren?

Ich weiß nicht, ob sich ein Rockstar anders fühlt als jemand, der klassische Musik spielt. Vielleicht ist bei manchen Klassikkünstlern sogar mehr Adrenalin im Körper als bei so manchem Rockstar. Es macht für mich keinen Unterschied, in der Philharmonie oder in der O2-Arena zu stehen.

Welche Rockstars haben Sie persönlich getroffen?

Schon einige. An Slash kann ich mich gut erinnern. Ich traf ihn in Los Angeles in seinem Studio. Er hat mich sehr beeindruckt, weil er ein sehr lieber, ruhiger und besonnener Typ ist. Es gab sicher Zeiten, wo er anders war.

Worüber haben Sie mit Slash gesprochen?

Über Musik. Über ein Arrangement, das ich für „November Rain“ gemacht habe. Es war ein ganz entspanntes Gespräch. Slash war überhaupt nicht arrogant. Die meisten älteren Musiker aus dem Rock’n’Roll-Bereich sind sehr bodenständig.

Sind Sie mit Slash um die Häuser gezogen?

Nein, ich wollte kein schlechter Einfluss sein. (lacht)

Die Rolling Stones nehmen angeblich halbe Wohnzimmereinrichtungen mit auf Reisen. Was darf auf einer David-Garrett-Tournee auf keinen Fall fehlen?

Wenn man so lange durch die Welt getourt ist wie die Stones, dann darf man das auch gerne tun. Aber mir reicht es, wenn ich hinter der Bühne Tee und frisches Wasser bekomme. Ein Stuhl wäre auch schön.

Ist es herauszuhören, ob ein Musiker existenziell bei der Sache ist?

Ich merke das bei der Geige, weil es mein Instrument ist. Wenn man ein Stück weit die Konzentration verliert, kann man eine schwierige Phrase nicht gut spielen. Man merkt, ob jemand nicht nur technisch auf einem hohen Niveau spielt, sondern ob er auch mit der Musik agiert. Das sind kleine Nuancen, wenn das Orchester ein Pianissimo hat und der Geiger in dem Moment zu viel gibt, wenn es völlig unnötig ist.

Was ist das Besondere an Ihrer Geige?

Sie hat eine gute Tonfarbe. Bei mikrofonierten Konzerten ist die Tonfarbe wichtiger als die Tragfähigkeit. Das Beißende einer Stradivari auf der E-Seite brauche ich bei mikrofonierten Crossover-Konzerten nicht. Eine Nicht-Stradivari klingt mit Mikrofon manchmal sogar besser als eine Stradivari.

Hat Ihre Stradivari Launen wie eine Diva?

Ich habe eine sehr bodenständige Stradivari. Darüber bin ich wahnsinnig glücklich. Als ich sehr jung war, hatte ich eine Stradivari, die wirklich eine Diva war. Dieses Instrument machte zwei Stunden bevor es regnete zu. Das war sehr unangenehm. Diese Geige klang wunderbar zwischen 50 und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit, aber darüber und darunter ging gar nichts mehr. Als ich mir dann selber etwas kaufte, war es mir ganz wichtig, ein Instrument zu haben, das keine Charakterschwankungen hat.

Haben Sie auf Tour jemanden, der sich ausschließlich um Ihr wertvolles Instrument kümmert?

Ich würde meine Geige nicht unabgeschlossen irgendwo liegenlassen. Aber wenn jemand mit einem Maschinengewehr kommt, ist sie halt weg. Aber was will derjenige mit der Geige machen? Sie ist in so vielen Büchern abgebildet. Diese Person könnte meine Stradivari nie öffentlich zeigen, sie könnte sie sich höchstens im Keller bei Kerzenschein angucken. Aber das macht ja auch keinen Spaß.

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Zwangspause: OP kam für Geiger David Garrett nicht infrage!

https://www.promiflash.de/news/2018/09/ … frage.html

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Zwangspause: OP kam für Geiger David Garrett nicht infrage!
6. Sep. 2018, 18:41 - Laura Wei.
Für David Garrett (38) zählt nur eines: seine Musik. Seit Jahren füllt der erfolgreiche Stargeiger die Hallen, kombiniert klassische Stücke mit Einflüssen der Popszene. Umso größer der Schock vor wenigen Monaten. David musste seine Welttournee, die für 2018 angesetzt war, verletzungsbedingt verschieben. Ein Bandscheibenvorfall verursachte starke Schmerzen – der Saitenvirtuose konnte seine Hand kaum noch bewegen. Seit der Diagnose sind nun einige Monate vergangen – und David ist wieder auf dem Weg der Besserung. Wie schwer die letzten Wochen für ihn waren, verriet er jetzt in einem Interview.

Irgendwann habe er morgens seine Finger einfach nicht mehr richtig gespürt, erzählte der Blondschopf gegenüber Gala. Obwohl er sofort zum Arzt gegangen sei, sei ihm klar gewesen: Eine Operation käme für ihn nicht infrage. Die Angst, nach dem Eingriff vielleicht nie wieder so spielen zu können wie vorher, war offensichtlich einfach zu groß – deswegen auch die längere Auszeit. "Mir war es wichtig, das hundertprozentig auszukurieren, also mache ich seitdem auch jeden Tag zwei Stunden Physio", erklärte der 38-Jährige seine wochenlange Medienabstinenz.

Aber was macht ein Starmusiker, wenn er seiner großen Leidenschaft nicht nachgehen kann? Klar – ablenken! "In so einer Situation wird der Kontakt zur Familie und zu Freunden intensiver", so der Frauenschwarm und ECHO-Gewinner.

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lengenfelder_pop_papst* Happy birthday, DAVID GARRETT. He celebrates his 38th birthday today. I met him two weeks ago in Berlin. We talked about his new album and tour „Unlimited“. Copyright: Jörg Kollenbroich

С днем рождения, ДЭВИД ГАРРЕТТ. Сегодня** он празднует свой 38-й день рождения. Я встретил его две недели назад в Берлине. Мы говорили о его новом альбоме и туре «Unlimited». Авторские права: Йорг Колленбройх

*Werner G. Lengenfelder (немецкий фотограф-журналист, специализирующийся на музыкальных концертных фотосъёмках и интервью)

** фото опубликовано в Инстаграм 04.09.2018

https://www.instagram.com/p/BnSqCpkAzKw … _pop_papst

http://sd.uploads.ru/t/07f82.jpg

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И ещё интервью...

David Garrett: Trotz Rückschlägen noch immer erste Geige

https://www.morgenpost.de/vermischtes/a … Geige.html

https://www.nrz.de/panorama/david-garre … 09489.html

http://s9.uploads.ru/t/4RwlV.jpg

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David Garrett geht 2019 wieder auf Deutschlandtour. Ein Gespräch mit dem Popstar unter den Geigern über Musik, Gefühle und Gesundheit.

12.09.2018, 07:49
Sören Kittel

Berlin.  Mehr als drei Millionen verkaufte Alben, drei Dutzend Gold- und Platin-Auszeichnungen in Europa, Asien und Lateinamerika – David Garrett (38) gehört zu den Popstars unter den Geigern. Mit seinem Mix aus E- und U-Musik will er Menschen erreichen, die der Klassik sonst fernbleiben. Jahrelang schien es für Garrett nur bergauf zu gehen.

Doch dann kam im vergangenen Jahr die Klage einer Ex-Freundin, die ihm vorwarf, beim Sex handgreiflich geworden zu sein. Auch gesundheitliche Probleme brachten ihn an seine Grenze. Doch das Tief hat er überwunden und startet seine neue Tour „Unlimited“. Sören Kittel hat den Geigenvirtuosen in Berlin getroffen und mit ihm über Musik, Gefühle und seine Gesundheit gesprochen.

Herr Garrett, gibt es Musikstücke, die Sie zum Weinen bringen?

David Garrett: Seltener. Das letzte Mal, dass ich geweint habe, war bei der Hochzeit meines Bruders. Das hat mich einfach emotional ergriffen, dass ich meinen Bruder so glücklich gesehen habe. Wir haben ein inniges Verhältnis, und wenn er dann die Frau fürs Leben gefunden hat, die ihn so glücklich macht, das ist schon sehr emotional.

Sie waren immer ein Familienmensch, haben mit Ihrem Bruder zusammengewohnt.

Garret: Wir sind immer noch eng verbunden. Er wohnt in New York und arbeitet dort in einer Anwaltskanzlei. Er ist vor eineinhalb Jahren Vater geworden und wohnt jetzt mit seiner Frau und seinem Sohn etwas außerhalb.

Sie sind in Aachen geboren, leben derzeit meist in New York. Man sagt, der Hype sei vorbei.

Garret: New York ist ein bisschen ruhiger geworden, aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich in einer ruhigen Ecke wohne. Es hat aber sicher auch mit dem Älterwerden zu tun. Es ist auch schön, mich auf die Couch zu legen.

Dabei haben Sie auch ein hohes Pensum. Ist es schwierig, noch neue Dinge zu finden?

Garret: Dieses neue Album ist ja ein Greatest-Hits-Album, also meine Auswahl der für mich besten Tracks der letzten zehn Jahre. Wir haben vier Stücke in einer Unplugged-Version neu aufgenommen, darunter Bachs „Air“, „Walk This Way“ von Aero­smith oder „Smooth Criminal“ von Michael Jackson.

Das ist das elfte Album in zehn Jahren. Ist das nicht zu viel Arbeit?

Garret: Das nicht, aber ich werde sicher irgendwann mal kürzertreten, vielleicht einmal nur 40 Konzerte im Jahr spielen statt 100 oder 120.

Sie waren ja auch krank, hatten einen Bandscheibenvorfall.

Garret: Ja, das war unangenehm. Aber mir war es sehr wichtig, die Probleme konservativ zu therapieren, damit es wirklich ausheilt. Es war ja auch recht ernst. Ich hatte stellenweise kein Gefühl mehr in der linken Hand. Das ist natürlich zum Geigespielen nicht gerade unwichtig. Aber nach täglich zwei Stunden Physiotherapie über die letzten sieben Monate kann ich sagen: Jetzt ist wieder alles hundert Prozent in Ordnung.

Ihnen wurde vor Kurzem der Frankfurter Musikpreis verliehen.

Garret: Ja, das war wirklich eine sehr große Ehre, aber die vielen Komplimente waren mir schon fast unangenehm.

Im Vorfeld gab es ja Menschen, die das anzweifelten, nach dem Motto: Kann er überhaupt noch Klassik?

Garret: Die Frage stellt sich mir nie, weil ich immer auch Klassik im Programm habe. Ich habe vor zwei Jahren noch Brahms und Bruch mit Zubin Mehta aufgenommen. Letztes Jahr in München habe ich an der Philharmonie ein Bruch-Konzert gespielt. Ich bin immer mit den großen klassischen Werken unterwegs.

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration fürs Komponieren eigener Stücke?

Garret: Ich bin quasi von Inspiration umgeben. Über zehn Jahre beschäftige ich mich immer mit Musik, dazu all die Reisen und Begegnungen mit tollen Menschen – wenn man da keine Inspiration bekommt, dann weiß ich auch nicht wovon. Künstlerische Inspiration liefert doch jede Situation des Lebens.

Haben Sie schon mal daran gedacht, einige Ihrer Tattoos entfernen zu lassen?

Garret: Nein, die gehören zu mir. Die schönen, die nicht so schönen Momente, die machen einen doch aus, meinen Charakter, mein Leben. Da würde ich nie etwas wegmachen lassen. Selbst die schlechten Dinge, aus denen lernt man doch manchmal das meiste. Selbst, wenn einem ein Tattoo nicht mehr gefällt, sollte man dazu stehen. Das hat man in dem Moment aus vollem Herzen gemacht, es war damals genau richtig.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.

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ICH HAB'S DIE LETZTEN JAHRE UBERTRIEBEN

https://www.facebook.com/DGFanclubAUNZ/ … 8477158249

http://s8.uploads.ru/t/qCMQK.jpg
http://s3.uploads.ru/t/p4Pvb.jpg

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sintia27, 37 сентября)))))....

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Elina написал(а):

sintia27, 37 сентября)))))....

Э?..

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sintia27, по ссылке если пройти)))...австралийцы так написали)))...

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уфф, я-то  думала, что, набивая вручную название на немецком, чушь сморозила )))

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sintia27http://s9.rimg.info/f440e99cf99cd84dc809b4e34f7d06a2.gif   http://s9.rimg.info/f440e99cf99cd84dc809b4e34f7d06a2.gif   http://s9.rimg.info/f440e99cf99cd84dc809b4e34f7d06a2.gif

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Очередное интервью

„Ich lass’ das lieber“

http://www.fr.de/panorama/leute/david-g … -1582858-1

http://s9.uploads.ru/t/Zsonf.jpg

Stargeiger David Garrett über Plaudereien in sozialen Netzwerken, die Preisgabe privater Details und warum seine Konzerte unpolitisch sind.

Von Boris Halva

15.09.2018 19:16 Uhr

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Mit Pomp und Pyrotechnik: David Garrett und Band im November 2016 in Berlin. Foto: Imago
Im Sommer 2016 musste David Garrett ganz stark sein. Seine Ex-Freundin hatte ihm höchst öffentlichkeitswirksam vorgeworfen, sie beim Sex misshandelt zu haben. In dieser Zeit sah sich der Stargeiger, dem von Kritikern bis dahin eher vorgeworfen worden war, er fidele sich durch die Sphären der musikalischen Belanglosigkeit und verkörpere so etwas wie den Hochverrat an der Klassik, plötzlich mit heftiger Kritik an seiner Person konfrontiert: Der nette Junge an der Fidel ein Monster im Bett? Das Verfahren wurde zwar recht bald eingestellt, aber der vermeintliche Sex-Skandal war in der Welt. In diesem Frühjahr wiederum mussten Garretts Fans „ganz stark sein“, wie es auf diversen Online-Portalen hieß. Er hatte mehrere Auftritte absagen müssen, nachdem bei ihm im Januar ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert worden war. Da sei „das Herumwirbeln schwierig geworden“, wie Stern.de Mitte Mai etwas unglücklich vermeldete. Aber jetzt wirbelt der 38-Jährige wieder. Während des Gesprächs in Berlin allerdings nicht, da sitzt er ganz entspannt auf dem Sofa in seiner Suite.

David Garrett, Sie haben in zehn Jahren zehn Alben veröffentlicht, weltweit Tourneen gespielt und fürs Kino den Teufelsgeiger Paganini verkörpert. Jetzt legen Sie ein Best-of-Album vor. Sind Ihnen die Ideen ausgegangen?
Naja, Sie haben es ja eben selbst gesagt: Zehn Alben in zehn Jahren, die alle sehr unterschiedlich und alle sehr erfolgreich waren. Da erscheint mir die Aussage, mir sei wohl gerade mal nichts eingefallen, doch ein bisschen widersprüchlich. Es ist vielmehr so, dass ich mir zwischendurch eine Auszeit nehmen musste ...

Wegen Ihrer Rückenprobleme ...
Genau, und in dieser Zeit hatte ich Ruhe und Gelegenheit, darüber nachzudenken, was in den vergangenen zehn Jahren passiert ist. Und das war unglaublich viel, alles war so hektisch, so schnell, dass ich das ein oder andere gar nicht so richtig wahrnehmen oder auch genießen konnte. Und aus dieser Reflektion heraus habe ich dann entschieden, eine Art musikalischen Rückblick zu machen. Es ist ja auch eine Leistung, über so lange Zeit den Kontakt zu den Fans und das Niveau des Erfolgs zu halten. Jeder weiß, wie schnell eine Karriere zu Ende sein kann, von daher ist das Album für mich auch so eine Art Jubiläumsgeschenk.

Mussten Sie für den Erfolg jemals Zugeständnisse machen?
Nein, nie. Nicht ein einziges Mal! Die Plattenfirma hat mir da nie reingeredet. Ich habe mit meiner Band eingespielt, hab das abgegeben und dann war das die Platte. Das ist ein Riesenluxus, dieses Vertrauen entgegengebracht zu bekommen. Aber dieses Vertrauen musste ich mir auch hart erarbeiten.

Weil Sie gerade die harte Arbeit erwähnen: Sie mussten im Frühjahr eine längere Pause machen wegen eines Bandscheibenvorfalls. Manche Mediziner sind überzeugt: Der Rücken gibt nach, wenn man sich eine zu große Last aufgeladen, zu viel Druck hat.
Ich glaube nicht, dass das viel damit zu tun hatte, dass ich mental überlastet war. Ich habe einfach viel zu viel geübt. Und das wohl meist in einer Körperhaltung, die mir nicht gut getan hat. Da waren ein paar Kleinigkeiten, die über die Jahre den Körper sehr belastet haben, die Schulter, den Rücken. Und, ja, vielleicht war es auch übertriebener Ehrgeiz.

Also doch zu viele Konzerte?
Nein, es war vor allem das private Üben. Das habe ich übertrieben. Selbst wenn ich unterwegs war, habe ich im Auto geübt, im Badezimmer, überall, wo die Geige mit hinkonnte. Das war zu viel. Und da war irgendwann die Konzentration nicht mehr da. Nach ein paar Stunden kann man das ja auch nicht mehr erwarten – und dann sackt der Körper während des Übens zusammen. Aber das habe ich erkannt und meine Lehren daraus gezogen. Ich arbeite präventiv daran und habe mir auch viel Zeit genommen, einen neuen Ansatz zu finden.

Kamen während dieser Auszeit auch Zweifel auf? Oder das Bedürfnis, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, einfach mal nicht mehr mitmachen?
Das kommt für mich jetzt noch nicht infrage. Dafür habe ich daran zu viel Spaß. Und das ist mir ja auch aufgefallen, als ich nicht mehr auf der Bühne stehen konnte: Dass ich das total vermisse.

Und wenn Sie gemerkt hätten: Ach, ist das schön daheim, warum mache ich das eigentlich? Wozu Tourneen spielen? Hätten Sie überlegt, in der Zukunft was anderes zu machen?
Nein, ich habe konzentriert und fokussiert darauf hingearbeitet, wieder Musik machen zu können. Das ist doch ein gutes Indiz dafür, dass mein Leben so verkehrt nicht sein kann, oder?

Es geht auch nicht um die Frage des richtigen oder falschen Lebens, sondern eher um die Bedingungen, unter denen man kreativ ist. Der Koch Franz Keller etwa hat vor einigen Jahren seine Michelin-Sterne zurückgegeben, weil er keine Lust mehr hatte auf den Druck. Und jetzt züchtet er im Hunsrück Schweine und andere Tiere, die im Restaurant seines Sohnes auf den Tisch kommen.
Absolut nachvollziehbar, vor allem auch, weil man sich, wenn man auf einem bestimmten Niveau arbeitet, auch selbst sehr unter Druck setzt. Das muss ja nicht einmal der Druck sein, den andere auf einen ausüben. Oder die Sterne. Das sind schon wir selbst. Und dann ist man vielleicht erlöst, wenn man das abgegeben hat. Sicher, ich war und bin sehr ehrgeizig. Ich habe aber nicht das Gefühl, mich selbst zu sehr unter Druck zu setzen. Andererseits hat es mir total gut getan, dass auch mein Team in dieser Situation gesagt hat: Nimm das Tempo raus, mach‘ einfach gar nichts, und zwar so lange du musst und willst. Und melde dich, wenn es wieder läuft.

Haben Sie sich manchmal gefragt: Was wäre, wenn es nicht mehr läuft?
Oh ja, natürlich! Dadurch, dass ich auch ganz frei war, keine Engagements hatte und nicht reisen musste, konnte ich mir ganz in Ruhe überlegen, wo es musikalisch noch hingehen könnte …

Ich meinte eher abseits der Musik…
(Überlegt) Ich hab in diesen Wochen vor allem genossen, so viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Das war phänomenal, das hatte ich schon seit Jahren nicht mehr. Es war schön, zu erleben, wie gerade in diesen Ruhephasen das Gehirn anfängt zu arbeiten, wie sich die Kreativität regt. Und so Fragen kommen wie: Was willst du machen, was interessiert dich, was wäre spannend? Also, auf die Musik bezogen. Und da ist Einiges bei rausgekommen, worauf ich mich sehr freue, das umzusetzen und im Studio daran zu arbeiten.

Klingt eher nicht nach Nichtstun…
Oh, das mach’ ich auch. Ich sitze oft abends draußen, halte Ausschau nach Sternschnuppen, lasse meine Gedanken treiben. Das hat ja auch etwas wahnsinnig Erdendes, da hoch zu schauen und auf sich wirken zu lassen, wie unglaublich weit weg das alles ist. Und was uns hier auf der Erde alles umgibt, das auch manchmal so weit weg scheint. An so einem Abend wurde mir auch klar: Das Leben ist nicht vorbei, nur weil es gerade mal knirscht. Und selbst wenn ich nie wieder auf der Bühne hätte stehen können, würde es irgendwie weitergehen. So ein Blick da hoch rückt alles in die richtige Perspektive, auch eine Bandscheibe.

Wenn Sie sagen, Sie haben die Zeit mit Familie und Freunden sehr genossen: Ist Einsamkeit doch der Preis des Ruhms?
Nee, überhaupt nicht. Ich hatte immer jemanden um mich herum, meine Mama ist ja Balletttänzerin und hat mir sehr geholfen bei der Physio, ohne sie hätte ich das wohl auch nicht so schnell wieder in den Griff bekommen. Und was die von Ihnen erwähnte Einsamkeit angeht: Das werde ich in den nächsten Wochen ja sehen, wie das so ist und ob mir das fehlt.

Vor einigen Jahren haben Sie sich in eine Escort-Dame verliebt, die Sie gebucht hatten, weil Sie sich einsam fühlten, wie Sie später sagten. Der Wirbel nach der Trennung hat Ihnen eine riesige mediale Aufmerksamkeit jenseits Ihrer Geigenkünste beschert, es war sogar vom Sex-Skandal die Rede…
…Naja, das war ja nun wirklich kein Sex-Skandal!

Aber Ihre Ex-Freundin hatte Ihnen nach der Trennung vorgeworfen, Sie seien beim Sex sehr grob gewesen. Das Verfahren wurde damals zwar recht bald wieder eingestellt, aber als die Vorwürfe aufkamen, mussten Sie sich immer wieder erklären und rechtfertigen. Konnten Sie aus dieser Zeit in der Rückschau wertvolle Erfahrungen ziehen?
Das war natürlich keine leichte Zeit. Ich habe vor allem gelernt, nicht immer so offen über mein Privatleben zu sprechen. Das ist Punkt eins. Und Punkt zwei wäre, vielleicht auch ein Stück weit … (überlegt lange) vorsichtiger zu sein, mit wem ich mich umgebe. Da kann eine Extraportion Skepsis sicher ganz hilfreich sein. Auf der anderen Seite bin ich immer noch ein sehr positiver Mensch, das hat mich jetzt nicht so erschüttert, dass ich mich total verändert habe. Ich gehe immer noch offen auf die Menschen zu und erwarte das von denen auch.

Ist diese Haltung auch eine Frage der Reife? Sie sind jetzt 38 Jahre alt. Also: Jung, und trotzdem gibt es schon vieles, auf das Sie zurückblicken können.
Man wird auf jeden Fall ruhiger mit der Zeit, also innerlich. Das eigene Wohlsein liegt mir mehr am Herzen als die Arbeit. Früher haben mir manche Sachen den Puls hochgehen lassen, meist Kleinigkeiten, bei denen ich heute sage, was für eine Zeitverschwendung! Es ist schön, heute diese Gelassenheit zu spüren. Zu merken, ich muss mich nicht über alles aufregen.

Und es auch nicht jedem recht machen?
Das war eigentlich nie mein Problem. Wenn es um die Musik ging, war ich immer eigensinnig, fast stur. Und habe meine Projekte sehr entschlossen verfolgt und mich eigentlich auch nie vom Weg abbringen lassen.

Wie halten Sie es mit den sozialen Netzwerken, vor allem nach dem Streit mit Ihrer Ex-Freundin, die ja viele Episoden dieses Liebesdramas auf Social-Media-Kanälen gespielt hat?
Also, ich schau da so selten rüber, dass das für mich eigentlich kein Ballast ist. Würde da weiterhin viel Negatives drin stehen, würde mich das heute auch nicht mehr so belasten wie vielleicht früher noch. Ich habe das am Anfang der Social-Media-Entwicklung gemacht, als zum Beispiel Twitter ganz neu war. Und dann aber auch schnell gemerkt, dass die Menschen das immer ganz unterschiedlich annehmen. Die Momente, die man da teilt, die erlebt man selbst ja ganz anders als jemand, der sich das anschaut.

Wie meinen Sie das?
Einmal wollte ich mal aus dem Urlaub Hallo sagen, einfach so, und dann musste ich mir Kommentare anhören wie: Warum trägt er diese komischen Klamotten? Und: Oh, da kann man ja seine Nippel sehen. Keine Ahnung, was das soll! Und dann sagt das Management: Kannste ja wieder löschen. Und dann heißt es, nachdem das gelöscht worden ist: Warum hat er das jetzt wieder gelöscht! Das war mir irgendwann einfach zu viel. Ich habe das mal ausprobiert, weil ich da Lust drauf hatte und mir das auch Spaß gemacht hat – aber ich bin wohl zu nah an mir dran, ich lass’ das lieber. Da kann ich nur verlieren. Wenn jemand aus meinem Team ganz neutral was von mir postet, dann ist das besser.

Sie selbst können heute auf 20 Jahre Karriere zurückblicken. Wie ist es für Sie zu sehen, welche Karrieremöglichkeiten sich in der Zwischenzeit aufgetan haben, wenn man sich gut verkaufen kann?
Ich bin teilweise ganz fasziniert davon, dass manche Leute keinen richtigen Beruf und trotzdem ganz viele Follower haben. Vielleicht bin ich da auch schon zu alt, um das nachvollziehen zu können. Aber, wenn man immer eine Kamera dabei hat und sich filmt, dann hat man doch kein eigenes Leben mehr. Dann ist doch alles nur noch ein Film. Aber, ich habe ja das Glück, etwas zu können, was ich mein Leben lang machen kann. Das fühlt sich wahnsinnig gut an. Die Musik ist einerseits so flüchtig, aber hat doch Beständigkeit. Und ist nur zum Teil an ein Image gekoppelt – oder daran, wie ich aussehe.

Im Grunde sind Sie mit Ihrem Repertoire, das sich über so viele Jahrhunderte erstreckt, auch unabhängig vom Zeitgeist.
Eben. Klassische Musik wird es immer geben. Und auch die Liebe zur klassischen Musik wird es immer geben. Gerade über die letzten 20 Jahre, in denen die CD als Musikmedium ihre Probleme bekommen hat, sind Live-Konzerte total in den Vordergrund gerückt. Man möchte Künstler live erleben. Sonst gäbe es nicht so viele Konzerte in allen Sparten. Ich will nicht sagen, diese Entwicklung bringt eine Garantie für mein Leben als Künstler, aber kommt dem doch recht nahe.

Musik wird oft als die Sprache bezeichnet, die jeder versteht. Insofern passt der Tournee-Titel „Unlimited“ sehr gut. Andererseits hat die Idee der Grenzenlosigkeit in jüngster Zeit ihre Leichtigkeit, ihre Unschuld verloren. Grenzen werden wieder dicht gemacht, nicht nur in Europa.
In dem Moment, in dem ich mich für den Titel Unlimited entschieden hatte, war das für mich vor allem ein musikalischer Begriff. Und der speist sich aus meiner grundsätzlichen Einstellung, mir musikalisch keine Grenzen zu setzen. Über den politischen Hintergrund habe ich mir bei diesem Wort keine Gedanken gemacht. Aber wenn Sie diesen Begriff auf das Politische ausweiten wollen, kann ich nur sagen: Für mich ist es völlig normal, Menschen zu unterstützen, ihnen Hilfe anzubieten. Das sind für mich Eigenschaften, die jeder haben und auch pflegen sollte. Aber manchmal habe ich das Gefühl, da draußen geht etwas verloren. So viele schlechte Nachrichten, überall auf der Welt, und heutzutage kommt noch dazu, wenn etwas passiert, gibt es zwei Minuten später Fotos und Videos, alles ist sofort da. Ich glaube aber nicht, dass der Mensch sich grundsätzlich verändert hat. Das Gute und das Schlechte hat es schon immer gegeben, wir bekommen halt nur mehr davon mit. Und ich als Musiker sehe meine Aufgabe vor allem darin, die Sorgen des Alltags für zwei Stunden verschwinden zu lassen. Gute Musik zu hören ist wie Urlaub vom Leben. Und diesen Urlaub will ich meinen Fans nicht verderben.

Wohingegen Fans einem Star schon auch mal den Urlaub vermiesen können. Oder den Abend in der Disko…
Ach, da bin ich entspannt geworden. Ich vermisse auch nicht die Zeit, in der mich keiner erkannt hat.

Sie könnten ja sagen, Sie sehen nur aus wie David Garrett…
Ich sage mir: Es ist so, wie es ist. Und sehe das als Riesenkompliment, so viele Menschen erreicht zu haben. Mit einem Instrument, das 302 Jahre alt ist und vier Saiten hat. So viele Menschen, weltweit, das ist dann auch eine Verpflichtung, offen zu sein und sich nicht zu verstecken.

Interview: Boris Halva

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Renata Marcinkowska‎ спросила на оф.странице - а будет ли новый альбом в фан-бокс версии? На что админы ответили, что они не могут давать какую - либо предварительную информацию.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid … mp;theater

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